Fiat Doblò: Doppeltes Lippchen - DER SPIEGEL
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Fiat Doblò Doppeltes Lippchen

Sportlichkeit? Fehlanzeige. Eleganz? Keine Spur. Design? Nächste Frage. Fiat stellt in Paris ein Fahrzeug vor, das eine Art eierlegende Wollmilchsau auf Rädern werden soll.
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Doblò heißt der Wagen, ein deutlicher Hinweis auf die Doppelrolle als Pkw und Minitransporter. Optische Kennzeichen des Multi Purpose Vehicle, kurz MPV, sind sein grob gerasterter Kühlergrill, die dicklippigen Frontstoßfänger und die großen Fensterflächen.

Am Heck hat das 4,16 Meter lange Auto zwei Flügeltüren, die hintere Seitentür auf der Beifahrerseite kommt serienmäßig als Schiebetür daher - auf Wunsch sind auch zwei Schiebetüren lieferbar. Das Ladevolumen reicht von 750 bis 3000 Liter, in der Version Doblò Cargo mit Hochdach ist der Gepäckraum sogar 3,8 Kubikmeter groß.

Eine allzu dicke Lippe riskieren die Italiener bei der Motorenpalette allerdings nicht: Vier Triebwerke, die auf dem Papier allesamt nicht sonderlich überzeugend wirken, sollen angeboten werden. Zur Markteinführung im Januar 2001 wird es einen 1,2-Liter-Benziner mit 65 PS (47,5 kW) und einen 1,9-Liter-Saugdiesel mit 63 PS (46 kW) geben. Später werden ein 1,6-Liter-Benziner mit Vierventiltechnik und einer Leistung von 103 PS (76 kW) sowie ein Common-Rail-Turbodiesel mit 1,6 Liter Hubraum und 100 PS (74 kW) folgen.

Wer den Doblò als Familien- oder Freizeitfahrzeug nutzen möchte, kann sich den Wagen recht üppig ausstatten. Zur Wahl stehen beispielsweise ein Navigationssystem, eine Telematikeinheit mit Autoradio und ein GSM-Telefon. Außerdem kann das Auto mit bis zu sechs Prallsäcken bestückt werden - je zwei Front-, Seiten- und Kopfairbags.

Die Preise für den Doblò mag Fiat noch nicht bekannt geben. Allerdings wird sich die Kalkulation an den Preisen des Renault Kangoo orientieren, und der steht ab 22.490 Mark in der Liste.

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