Fiat-Lancia-Van: Doppel-Moppel - DER SPIEGEL
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Fiat-Lancia-Van Doppel-Moppel

Mit einer Doppelpremiere zweier Familienautos tritt der Fiat-Konzern beim Genfer Salon (7. bis 17. März) auf. Die Van-Zwillinge Fiat Ulysse und Lancia Phedra (vormals: Z) werden in der Schweiz erstmals vorgestellt.
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Wie bereits bei den Vorgängermodellen aus dem Jahre 1994 handelt es sich auch diesmal um ein Gemeinschaftsprojekt des italienischen Fiat- mit dem französischen PSA-Konzern. Die Van-Varianten von Peugeot und Citroën werden also demnächst das Großraum-Quartett ergänzen. Zunächst jedoch fahren Fiat und Lancia die frischen Fahrzeuge vor.

Beide Neulinge unterscheiden sich vor allem durch ihre Frontpartie und ihre Serienausstattung. Fiat bedient dabei das Einstiegssegment in diese Fahrzeugklasse, Lancia widmet sich der anspruchsvolleren und solventeren Kundschaft. Optisch sind die beiden Autos eigentlich nur von vorne klar zu unterscheiden: Der Ulysse trägt die neuen, kantigen Fiat-Züge, die vom Kompaktauto Stilo bekannt sind. Der Phedra kokettiert dagegen mit den Formen der neuen Lancia-Limousine Thesis - vor allem der Kühlergrill weist eine deutliche Gemeinsamkeit auf.

Eigenwillig haben die Designer die Heckpartie der beiden Autos gestylt. Die vertikal stehenden, dreieckigen Rückleuchten fallend dabei vor allem ins Auge. Und dann gibt es hübsche Details wie etwa die fein geformten Türgriffe oder die seitlichen Blinklichter, die in den Sockel der Außenspiegel integriert sind. Im Innenraum favorisieren beide Modelle ein zentral angeordnetes Cockpit, das beim Fiat aus drei Rundinstrumenten besteht, beim Lancia aus zwei analogen Anzeigen und einem mittig platzierten Bildschirm für das serienmäßige Navigationssystem. Wie von den Vorgängern gewohnt, ragt die Mittelkonsole weit in den Innenraum hinein und trägt den Schaltknüppel sowie die Steuerung der Klimaanlage.

Die Sicherheitsausstattung entspricht bei beiden Autos dem inzwischen in dieser Klasse üblichen Standard: sechs Airbags, ABS mit elektronischem Bremsassistenten, Antischlupfregelung und ESP.

Während Fiat die Variabilität des Innenraums herausstreicht und auf die fünf bis acht Sitzplätze, die vielen Staufächer, die elf Becherhalter, vier Flaschenhalter und drei Dosenhalter im Kühlfach der Mittelkonsole verweist, betont Lancia vor allem den Komfortaspekt. So bietet der Phedra ab Werk eine Zweizonen-Klimaanlage, eine Geschwindigkeitskontrolle, eine Scheinwerferautomatik, einen Regensensor für die Scheibenwischer, eine Reifenluftdruckkontrolle, eine Einparkhilfe und einen selbstabblendenden Innenspiegel.

Bei beiden Autos gleich ist wiederum die Motorenpalette. Vier Aggregate stehen zur Auswahl: zwei Benziner nämlich, der eine mit vier Zylindern, zwei Liter Hubraum und 136 PS (100 kW), der andere mit sechs Zylindern (V-Motor), drei Liter Hubraum und 204 PS (150 kW). Dazu kommen zwei Turbodiesel-Direkteinspritzer mit Commonrail-Technik; der kleinere mit zwei Liter Hubraum und 109 PS (80 kW), der größere mit 2,2 Liter Hubraum und 128 PS (98 kW).

Letzteres Triebwerk ist mit der von Peugeot entwickelten FAP-Technik ausgerüstet, bei der Rußpartikel in einem speziellen Filter eingefangen und alle 400 bis 500 Kilometer dort verbrannt werden. Dies senkt den Rußausstoß deutlich. Als Durchschnittsverbrauch für diesen Motor gibt Fiat 7,4 Liter Kraftstoff je 100 Kilometer an.

Die Preise für den Fiat Ulysse und den Lancia Phedra liegen noch nicht fest. Da sie voraussichtlich erst ab September auf dem deutschen Markt angeboten werden, wird auch die Preisfestlegung noch einige Monate auf sich warten lassen.