Ford Fiesta Kölsche Kraft-Wagen
Denn während der Fiesta Sport wahlweise mit dem ebenfalls neuen TDCI-Turbodiesel mit 90 PS (66 kW) sowie einem 1,4-Liter-Benziner mit 80 PS (60 kW) und 1,6-Liter mit 100 PS (74 kW) angeboten wird, sorgt unter der Haube des Fiesta ST ein 150 PS (110 kW) starker 2-Liter-Duratec-Benziner für ordentlich Dampf.
Im Gegensatz zu seinen Sport-Kameraden Focus ST 170 und Mondeo ST 220 verzichtet der kleine Kölner aber auf die PS-Zahl hinter dem ST-Logo, das für Sports Technologies steht. Dahinter steckt Fords Rennsportabteilung TeamRS, die auch bereits den Rallye-Focus WRCO4 entwickelt hat.
Für den Fiesta ST haben sich deren Ingenieure den 2-Liter-16-Ventiler aus dem Motorenprogramm des Mondeo und Focus vorgenommen und die Leistung noch einmal um 5 PS sowie das Drehmoment von 185 auf 190 Newtonmeter angehoben. Damit sprintet der kleine Renner in 8,4 Sekunden aus dem Stand auf Tempo 100 und erreicht eine Höchstgeschwindigkeit von 208 km/h. Wichtiger aber noch für den Alltagsbetrieb, den Zwischenspurt von 50 auf 100 km/h schafft der Fiesta ST im fünften Gang in 9,7 Sekunden. Den Fahrleistungen entsprechend wurde auch das Fahrwerk sportlich straff ausgelegt und die Bremsanlage üppiger dimensioniert. Ebenso wie der optische Auftritt, der allerdings auf martialische Spoilerwerk verzichtet.
Seitenschweller lassen den Wagen satter aussehen
Der Fiesta ST basiert auf dem Dreitürer, trägt an der Front einen trapezförmigen Grill, der weit in den tief herunter gezogenen Stoßfänger reicht, flankiert von zwei integrierten Nebelscheinwerfer mit eloxiertem Fassungen. Zwei dezente Seitenschweller lassen den Wagen satter auf der Straße stehen. Am Heck fallen Dachspoiler, ovales Auspuffendrohr sowie der mittig eingeschnittene Stoßfänger, der an einen Rennsport-Diffusor erinnert, ins Auge.
Ab Werk rollt der Wagen auf 16-Zoll großen Neunspeichen-Alurädern (17 Zoll-Elfspeiche gegen Aufpreis) mit speziell entwickelten Pirelli-Reifen der Dimension 195/45 R16, die das Fahrverhalten verbessern sollen. Acht Lackierungen sind zu haben, darunter auch eine in weiß mit zwei blauen so genannten "Racing-Stripes", die wie einst beim Ford GT40 über Motorhaube und Dach bis in den hinteren Stoßfänger laufen
ST ab März, Sport-Version ab Januar beim Händler
Das Interieur bietet Teilleder-Sportsitze mit ST-Logo, Lederlenkrad, Pedale mit Edelstahlbeschlag sowie polierte Zierringe im Cockpit und Alu-Applikationen in Mittelkonsole, Lenkrad und Schaltknauf. Ab März 2005 soll der Fiesta ST zum Händler rollen, zum stolzen Preis von 17.850 Euro.
Bereits ab Januar wird dann der Fiesta Sport schon dort stehen, der dem Topmodell wie aus Gesicht geschnitten ähnelt. Dieselbe Einkleidung mit großem Grill, tief herunter gezogenen Stoßfängern vorne und hinten, Dachspoiler sowie 16-Zoll-Bereifung.
Verwechslungsgefahr ist allerdings spätestens beim Blick aufs Preisschild ausgeschlossen. Der Fiesta Sport kostet in der Basisversion (1,4-Liter, 80 PS) 13.725 Euro. Für die 100 PS-Version verlangt Ford mindestens 14.750 Euro. Noch einmal rund 1000 Euro muss der Kunde für den Fiesta Sport hinlegen, wenn der 15.835 Euro teure 90 PS-Diesel unter der Haube arbeiten soll.