Ford Focus Jetzt mit HipHop-Design
Weltpremiere des Wagens war während einer Fachausstellung in Las Vegas. Damit gibt sich der amerikanische Konzern weitaus progressiver als beispielsweise die deutsche Tochter.
Die Kölner teilten vor wenigen Tagen mit, dass eine Neupositionierung der Marke von den drei Kernwerten "verlässlich, zeitgemäß und Fahrvergnügen" getragen werde.
Begriffe, mit denen die Klientel, die durch Konzeptautos wie den Made in Detroit Focus angesprochen werden soll, vermutlich wenig anfangen kann.
Das Design des "panel van", wie diese Sorte Fahrzeug in den USA genannt wird, stammt aus einer Zusammenarbeit von Ford mit der Modemarke "Made in Detroit".
Daher leitet sich auch der merkwürdige Name der Studie ab, denn eigentlich werden die Focus-Modelle für den US-Markt in Michigan und in Mexiko gebaut.
Von Autos wie dem "Kasten-Focus" erhofft sich Ford einen ähnlichen Boom, wie ihn Konkurrent Chrysler derzeit mit dem PT Cruiser erlebt, der ein ganz ähnliches Raumkonzept aufweist.
Jay Mays, Designchef bei Ford, sagt zur neuen Studie: "Knapp die Hälfte aller Focus-Käufer sind 35 Jahre oder jünger. Und unsere Strategie ist es, unsere Autos noch attraktiver für diese Zielgruppe zu machen." Tatsächlich sieht der Made in Detroit Focus ziemlich cool aus.
Der Wagen ist tiefergelegt als die Serienmodelle, er steht auf wunderschönen Sechs-Speichen-18-Zoll-Rädern und bekommt durch sein geschlossenes Heck die Aura eines kleinen Kraftpakets: kompakt und straff geschnürt.
Unter der Haube steckt übrigens der 2-Liter-Vierzylinder-Motor mit einer Leistung von 110 PS (82 kW). Der Innenraum des Konzeptwagens ist in mehrere Zonen unterteilt, die sich durch die verwendeten Materialien und Farben deutlich voneinander abgrenzen.
Im Cockpit herrschen Sportlichkeit und Eleganz, im Ladebereich im Heck dagegen kommen rutschfeste, strapazierfähige Oberflächen zum Einsatz.
Die Frage, die sich bei Studien immer stellt, bleibt auch beim Made in Detroit Focus offiziell unbeantwortet. Wird dieser Wagen gebaut?
Ford schweigt und genießt die Aufmerksamkeit. Doch Beobachter sind sich sicher, dass ein Auto dieses Typs demnächst die Focus-Palette ergänzt. Ford braucht schließlich dringend Autos, die den Hipness-Faktor der Marke etwas anheben.