Freightliner Coronado: Das dicke Ding - DER SPIEGEL
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Freightliner Coronado Das dicke Ding

Aus den USA hagelte es für Daimler-Chrysler zuletzt nur Hiobsbotschaften. Chrysler heißt das Sorgenkind, dass die Stimmung der ganzen "Global Family" runterzieht. Da tut eine positive Meldung aus Übersee gut - auch wenn es mal nicht um Pkw, sondern um Lkw geht.
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Anlass der zumindest kurzzeitig guten Laune im Konzern ist die Premiere des neuen Hauben-Lkws Coronado der Marke Freightliner aus Portland/Oregon, einer hundertprozentigen Daimler-Chrysler-Tochterfirma. Die Zugmaschine soll auf dem US-Markt durchaus auch das Image des Gesamtkonzerns aufpolieren, denn der Laster ist eine Art Mercedes unter den Nutzfahrzeugen.

Der wuchtige Coronado gehorcht außerdem einem auch auf dem Pkw-Sektor aktuellen Trend: dem Retro-Design. Die klassische Haubenform ist durch sehr weiche Übergänge der Karosserie auf 21. Jahrhundert getrimmt. Unter dem Blechhut sitzen, ganz nach Kundenwunsch, Motoren der Firmen Detroit Diesel, Caterpillar und Cummins mit bis zu 600 PS (450 kW). Serienmäßig wird das Dickschiff der Highways mit einem 500-PS-Dieselmotor (370 kW) von Detroit Diesel ausgeliefert.

Drinnen in der Fahrerkabine hat komfortable Gediegenheit die frühere Arbeitsplatz-Spartanik abgelöst. Der Trucker im neuen Coronado darf sich, sofern er die Ausstattung "Chaparral" wählt, über Lederpolster und Leder-Verkleidungen sowie über Schnörkeleien in Oregon-Wurzelholz erfreuen. Das Zweispeichen-Lenkrad ist verchromt, es gibt diverse Kabinengrößen, damit sich auch großgewachsene Fernfahrer richtig lang machen können. Auch ein Essplatz mit ausklappbarem Tisch und Stuhl ist integriert. Während Frontairbags zur Selbstverständlichkeit gehören, ist ein Seitenairbag jedoch nur als Extra erhältlich.