Giftzwerge Die Rückkehr der GTI-Generation
Äußerlich sind die sportlichen Giftzwerge von ihren zivilen Serienbrüdern kaum zu unterscheiden. Doch schon beim Tritt aufs Gaspedal klären sich die Verhältnisse. Alle mit mindestens 1,6-Liter Hubraum und mehr als 100 PS unter der Haube, rennen sie den Standardsprint von 0 auf 100 km/h unter neun Sekunden und durchbrechen locker die 200 Stundenkilometer-Mauer.
Hatten jedoch ihre Ahnen noch breite Schlappen aufgezogen und reichlich Krawall-Kosmetik aufgelegt, um ihre potenziellen Opfer einzuschüchtern, so preschen die Enkel heute viel dezenter durchs Bild. Sie setzen auf Alu-Räder, Sportfahrwerk und unscheinbare Heckspoiler. Der Fahrspaß ist derselbe geblieben - allerdings auch der Spritverbrauch. Unter zehn Litern Supersprit treten sie gar nicht erst an.
Besonders die Franzosen tun sich bei den Kraftübungen hervor. Wenn die drei Muske(l)tiere Renault Clio Sport, Peugeot 206 S16 und Citroën Saxo VTS aufdrehen, guckt der VW Polo GTI, einziges Modell aus heimischen Landen, nur noch in die Auspuffröhren.
Doch die Verstärkung naht. Im September mischt der Lupo GTI im Zwergenaufstand mit und auch Opel will dem neuen Corsa nach seiner Einführung im November wieder eine GSI-Version mit 125 PS zur Seite stellen.