Goodbye Mini: Abschied mal vier - DER SPIEGEL
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Goodbye Mini Abschied mal vier

Scheiden tut weh. Das weiß auch Rover: Bevor die Produktion des klassischen Minis eingestellt wird, präsentieren die Briten auf dem Genfer Autosalon vier Sondermodelle des kleinen Flitzers, die unter den Fans noch einmal Schlussverkaufsstimmung entfachen sollen.
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Im September dieses Jahres ist endgültig Schluss für den Ur-Mini, der immerhin schon seit mehr als vierzig Jahre über die Straßen rollt und in dieser Zeit weltweit über 5,5 Millionen Mal verkauft wurde. Die Produktion des Kleinstwagens wird eingestellt, um den Weg für den neuen Mini frei zu machen. Der soll nämlich, nachdem er im Oktober auf der Birmingham Motor Show seine Premiere feiert, im Frühjahr 2001 in den Handel kommen. Allerdings ist die modernisierte Neuauflage genau genommen kein wirklicher Mini - sie wird deutlich größer ausfallen als das jetzige Modell.

Bis der letzte wirklich kleine Mini vom Band läuft, vergehen zwar noch gut sechs Monate. Doch weil Nostalgie beim Kauf des Kleinwagen-Klassikers eine große Rolle spielt, drücken Rover und die Konzernmutter BMW schon jetzt kräftig auf die Tränendrüse: Beim Genfer Salon (2. bis 12. März) stellen die Autobauer auf ihrem Gemeinschaftsstand mit der "Final Edition" ein Farewell-Kleeblatt vor ­ vier Mini-Sondermodelle, mit denen das Ende des Knubbelfahrzeugs stilgerecht eingeläutet und zugleich den Fans noch einmal der Geldbeutel geöffnet werden soll.

Die Mini-Marketing-Mannschaft hat die kleinen Extra-Autos geschickt platziert: Für die Puristen gibt es das Modell "Seven", das schon im Namen an den Ur-Mini erinnert, der 1959 als Austin Seven vorgestellt wurde. Auch äußerlich spielt das Sondermodell mit diversen Details - etwa dem schlichten Kühlergrill und den schmalen Kotflügeln - auf die guten alten Zeiten an. Die Variante "Knightsbridge" dagegen ist für all jene gedacht, die auch auf engstem Raum nicht auf Luxus wie Ledersitze, Wurzelholz-Applikationen und ähnliche Wohlfühl-Attribute verzichten wollen.

Komplettiert wird das Nostalgie-Paket von den zwei Sondermodellen "Cooper" und "Cooper S", die an die sportliche Tradition des Mini anknüpfen sollen. Die verdankt der Kleinstwagen dem Konstrukteur und Automobil-Tuner John Cooper, einem Freund des Mini-Erfinders Sir Alec Issigonis. Mit der Hilfe Coopers kam 1961 der erste Mini Cooper auf den Markt. Die Sportversion leistete damals 55 PS und brachte es damit auf eine Höchstgeschwindigkeit von 145 km/h - deutlich mehr als der Serienmini, der mit seinem 34,5-PS-Motörchen gerade 116 km/h schaffte.

Mit dem 68 PS starken Cooper S legte der Autoentwickler 1963 noch einmal nach. Als aufgemotzte Rennversion konnte der wilde Winzling so manche Rallye für sich entscheiden und siegte sogar dreimal - 1964, 1965 und 1967 - im Gesamtklassement der Rallye Monte Carlo. Bei einer so ruhmreichen Vergangenheit wollen auch die Abschieds-Neuauflagen nicht außen vor bleiben: Breite Rallyestreifen auf der Haube und Zusatzscheinwerfer am Kühlergrill zeigen beim "Cooper" und beim "Cooper S" schon äußerlich, wo der Mini-Hammer hängt.