Jaguar 2001: Sensible Kätzchen - DER SPIEGEL
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Jaguar 2001 Sensible Kätzchen

Richtig interessant wird es bei Jaguar erst im kommenden Jahr. Dann kommt der "kleine" X400 auf den Markt. Bis es soweit ist, versuchen die Briten, die Kundschaft mit Detailverbesserungen bei Laune zu halten.
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Bislang gelingt dies der Marke bestens: In Deutschland, nach den USA und Großbritannien drittgrößter Jaguar-Markt der Welt, wurden im vergangenen Jahr 6044 Fahrzeuge verkauft. Allerlei Neuheiten, vor allem eine bessere Serienausstattung, sollen den Aufwärtstrend weiter forcieren.

Für das in diesen Tagen beginnende Modelljahr 2001 haben sich die Mannen in Coventry vor allem die XK-Reihe vorgeknöpft. Erstmals bekommt ein Serienfahrzeug ein adaptives Rückhaltesystem, das mit sensiblen Sensoren arbeitet. Jaguar nennt diese Technik ARTS (Adaptive Restraint Technology System).

Dabei ermitteln Ultraschallsensoren ständig die Position des Beifahrers; der Abstand des Fahrers zum Lenkrad wird von einem Sensor in der Sitzschiene kontrolliert. Ein Zentralrechner verarbeitet die Informationen. Im Falle eines Auffahrunfalls wird zudem neben der Bewegung des Fahrzeugs auch die Aufprallintensität ermittelt ­ ein Vorgang, der nur Millisekunden dauern soll.

Aus dem Datenpaket errechnet der Computer im Falle eines Unfalls wie die beiden Frontairbags optimal befüllt und die Gurtstraffer ausgelöst werden sollen. Die Entwickler versprechen sich von dem System eine höhere passive Sicherheit für die beiden Insassen auf den vorderen Plätzen ­ die zudem von Seitenairbags geschützt werden.

Zu Serienausstattung der XK-Modelle gehören ab sofort auch Lederpolster, Sportsitze mit elektrisch verstellbaren Kopfstützen und neu gestaltete Heckleuchten. Die Preise beginnen bei 135.900 Mark für das Coupé und bei 151.000 für das Cabrio. Unter der Haube arbeitet jeweils ein 4-Liter-V8-Motor mit 284 PS (209 kW).

Das auf 200 Exemplare limitierte Sondermodell XKR Silverstone, je 25 Coupés und Cabriolets sind für den deutschen Markt bestimmt, ist mit dem 363 PS (267 kW) starken V8-Kompressormotor ausgerüstet und allerlei sportlichen Extras; der Preis dieses Wagens liegt bei 179.910 Mark (Coupé) oder 190.320 Mark (Cabrio).

Die Top-Limousinen der XJ-Baureihe wurden ebenfalls in ihrer Ausstattung verbessert. Außerdem können die Modelle (Preise ab 111.000 Mark) nun für 1890 Mark Aufpreis mit einem fest installierten Dualband-Telefon ausgestattet werden - ein Angebot, auf das auch kommunikationsbedürftige XK-Piloten zurückgreifen können.

Mit einigen Neuerungen soll auch der Jaguar S-Type aufpoliert werden. Der CD-Wechsler sitzt jetzt nicht mehr im Handschuhfach, sondern im Kofferraum. Außerdem wird eine neue, geschwindigkeitsabhängige Servolenkung eingebaut. Das S-Type Basismodell mit einem 3-Liter-V6-Motor mit 238 PS (175 kW) kostet 77.900 Mark.