Jaguar S-Type Sport No chrome, please
"Ein markantes, farblich abgestimmtes Exterieur soll die Zielgruppe der sportlich ambitionierten Fahrer ansprechen", teilt das Unternehmen in einer Presseerklärung mit.
Schlichter ausgedrückt bedeutet dies, dass Teile wie Kühlereinfassung, Stoßfänger oder die Nummernschildeinfassungen - beim normalen S-Type in Chrom ausgeführt -, beim S-Type Sport einfach in Wagenfarbe lackiert werden. Und zwar nicht in irgendeinem beliebigen Ton, sondern ausschließlich in den Lacken "Anthracite" (schwarz), "Carnival" (rot), "Emerald" (grün), "Pacific" (blau) oder "Platinum" (silber). Der Ton-in-Ton-Trend, bei Anzug, Hemd und Krawatte längst das modische Nonplusultra, hat nun auch das Automobil erreicht.
Das farblich schlichte Äußere lässt die 18-Zoll-Leichtmetallfelgen im "Monaco" Design umso mehr auffallen. Im Innenraum setzt sich der modische Trend fort: Zum schwarzen Armaturenbrett, dem Lederlenkrad und den Ledersitzen in den Farben "Almond", "Cashmere", "Pewter" oder "Warm Carcoal" gibt es nicht das in englischen Luxusautos übliche Wurzelholz im Originalfarbton, sondern Holzapplikationen aus grau gebeiztem Vogelaugenahorn. Das wirkt in seiner massiven Graumelierung zwar etwas düster und trist, folgt aber andererseits dem Trend zur unbedingten Coolness im Innern eines sportlichen Autos.
So viel zur Theorie. In der Praxis allerdings ist der S-Type Sport kein bisschen anders als seine chromgeschmückten Limousinen-Brüder ohne den "Sport"-Namenszusatz. Jaguar bietet beide Varianten mit identischen Motoren an. Einmal mit einem Drei-Liter-V6-Aggregat mit einer Leistung von 238 PS (175 kW), einer Höchstgeschwindigkeit von 235 km/h und einem Durchschnittsverbrauch von 11,2 Liter je 100 Kilometer.
Die zweite Maschine ist ein Vier-Liter-V8-Motor mit 276 PS (203 kW), einer möglichen Höchstgeschwindigkeit von 242 km/h und einem Durchschnittsverbrauch von 12,3 Liter je 100 Kilometer. Die größere Version ist serienmäßig mit einem adaptiven Dämpfersystem namens CATS (Computer Active Technology Suspension) ausgestattet. Einfach gesagt bedeutet dies Folgendes: Mit Hilfe von Sensoren werden die Dämpfer stets so eingestellt, dass ein möglichst guter Kompromiss zwischen Komfort und Sportlichkeit gefunden wird.
Zur Standardausstattung gehören ABS, je zwei Front- und Seitenairbags, Traktionskontrolle, beheizbare Außenspiegel, Zentralverriegelung mit Fernbedienung, und elektrisch verstellbare Vordersitze. Ab März wird Jaguar das neue Modell in Deutschland anbieten. Der S-Type mit Drei-Liter-Motor und Fünfganggetriebe wird 89.900 Mark kosten, das gleiche Modell mit Fünf-Stufen-Automatik 93.800 Mark. Der Wagen mit dem großen Motor, den es ausschließlich mit dem Automatikgetriebe gibt, kostet 112.000 Mark.