Kia Carnival: Edle Schminke - DER SPIEGEL
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Kia Carnival Edle Schminke

Mit "Wurzelholz-Look", neuen Radzierblenden und einer verbesserten Bremsanlage fährt der Kia Carnival ins neue Modelljahr. An der Preispolitik der Koreaner ändert sich dagegen wenig.
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Während andere Hersteller von Großraumlimousinen auf faltenfreie Karosserien setzen und ihre Modelle von Mal zu Mal mehr glätten, bevorzugt Kia eine etwas barockere Linie. Das überarbeitete Topmodell im Programm des koreanischen Herstellers, der Kia Carnival, folgt ebenfalls dieser Designlinie.

Für die neue Saison, das Modelljahr 2000/2001, wurde der Carnival in rund zwei dutzend Details verändert. Aus technischer Sicht stand vor allem das Thema Sicherheit im Vordergrund. Das Resultat: eine neue Bremsanlage, die bessere Verzögerungswerte liefert.

Zudem hat Kia dem Carnival zusätzliche Verstärkungen an der Bodengruppe und am Motorrahmen spendiert. Auch das Automatikgetriebe wurde überarbeitet.

Auffälliger, wenn auch weniger relevant, sind allerdings die optischen Retuschen des Familienwagens. Stoßfänger und Radzierblenden wurden neu gestaltet, die Seitenschutzleisten sind nun in Wagenfarbe lackiert.

Wer einsteigt, wird ab sofort von Dekorplatten im "Wurzelholz-Look" empfangen, die am Armaturenbrett und an der Mittelkonsole angebracht sind. Kias Anliegen: Das Auto soll möglichst edel wirken, obwohl es lediglich auf edel geschminkt ist.

Prinzipiell ist dagegen nichts einzuwenden, zumal die Koreaner den von einem 165 PS (121 kW) starken Sechszylindermotor angetriebenen Carnival nach wie vor zu Kampfpreisen anbieten. Das Grundmodell RS kostet 38.790 Mark und ist damit das billigste Sechszylinder-Fahrzeug auf dem deutschen Markt; die LS-Version mit einigen zusätzlichen Ausstattungsextras wird für 44.440 Mark angeboten.