Königlich Neuer Bugatti soll 2003 kommen
Wie die britische "Sunday Times" berichtet, will Volkswagen bis 2003 eine Neuauflage des legendären Bugatti Royale auf den Markt bringen. Lediglich 50 Exemplare des noblen Wagens sollen gebaut werden, zum Preis von 500.000 Pfund pro Stück.
Entsprechende Pläne habe Reinhold Kopp, bei Volkswagen für die Wiederbelebung der Marke Bugatti zuständig, vergangene Woche in Kalifornien vorgestellt - bei einem exklusiven Treffen zahlungskräftiger Bugatti-Liebhaber. Der neue Wagen soll, so die "Sunday Times", über allen anderen Marken positioniert werden und selbst Rolls-Royce oder Bentley in den Schatten stellen.
Auch für die zukünftigen Kunden hat Volkswagen bereits vorgesorgt. Die Wolfsburger bauen derzeit das Schloss St. Jean im Elsass, das einst dem Bugatti-Gründer Ettore Bugatti gehörte, zu einem Kundenzentrum um. Dort sollen wohlhabende Käufer empfangen werden, die in der angrenzenden Fabrik gleich einen Blick auf die Entstehung ihren Nobelkarossen werden können. Ersten Planungen von Volkswagen zufolge soll nicht mehr als ein Auto pro Woche die Manufaktur im Elsass verlassen.
Das mehr als sechs Meter lange Vorbild des neuen Bugatti, der Royale Typ 41, rollte Ende der zwanziger Jahre erstmals über die Straßen. Als standesgemäßer Wagen für gekrönte Häupter gedacht, war ihm allerdings kein Erfolg beschieden. Lediglich sechs Bugatti Royale wurden gebaut.
Das soll sich bei der Neuauflage ändern. Doch Volkswagen, seit 1998 im Besitz der Marke Bugatti, könnte starke Konkurrenz bekommen - aus deutschen Landen: Mercedes will in den kommenden Jahren mit dem Maybach in die Luxusklasse vorstoßen. Und auch BMW hat bereits angekündigt, mit der Marke Rolls-Royce an alte Traditionen anknüpfen zu wollen.