Lancia Nea Kühler Rechner
"Alles an diesem Auto ist anders, mutiger, konsequenter und progressiver", behauptet Lancia über die Studie namens Nea. Das ist nur leicht übertrieben, denn tatsächlich hievt der fahrfähige Wagen die Vernetzung der Autoelektronik auf ein neues Niveau.
Alle wesentlichen Funktionen des Autos sind miteinander vernetzt und werden von Computern geregelt. Mechanische Steuerungssysteme entfallen, stattdessen kommt die so genannte By-wire-Technik zum Einsatz.
Der Motor wird durch eine Berührung des zentralen Bildschirms gestartet, Radarsensoren und Kameras an allen Seiten des Wagens prüfen dann, ob ein kollisionsfreies Ausparken und Losfahren möglich ist und geben dann den Weg frei.
Die Kontrollsysteme bleiben auch während der Fahrt aktiv. Wird es brenzlig oder eng, erhält der Fahrer nicht nur eine Warnung, sondern auch Unterstützung durch die Elektronik: Egal wie der Mensch das Lenkrad dreht oder in die Pedale tritt die Befehle für Motor- und Fahrwerk bekommt das Fahrzeug vom Rechner, der den "Steuer-Streit" im Zweifel immer gewinnt.
Im Gegenzug bietet das Auto neue Komfortmerkmale. Die Scheiben beispielsweise verdunkeln sich vollständig, sobald der Wagen abgestellt wird. Erst wenn sich der Besitzer mitsamt der passenden Smart-Card nähert, macht ein elektrochromatischer Prozess die Scheiben wieder transparent.
Ein Fingertipp an die B-Säule öffnet die Tür, dann fährt der Sitz heraus, um das Einsteigen so bequem wie möglich zu gestalten. Logisch, dass sich diese Funktion schon von zu Hause aus per Mobiltelefon oder Internet programmieren lässt - dann etwa, wenn vier Insassen derart "eingeladen" werden sollen.
Auf diese Weise kann auch die gewünschte Innenraum-Temperatur gewählt werden. Die in Studien beinahe schon üblichen Multimedia-Gimmicks bietet der Nea natürlich auch: Audioanlage mit MP3-Spieler, Telefon- und Internetverbindung sowie ein Navigationssystem, dass seine Informationen nicht mehr von einer CD, sondern direkt aus dem Internet bezieht.
Da passt es gut, dass die Designer den Nea offenbar in Anlehnung an eine Computer-Maus gestylt haben. Ein 4,10 Meter langer, sanft ansteigender und abfallender Hightech-Hügel, garniert mit hochmodernen Neonleuchten.
"Benessere a bordo", das Wohlfühlen an Bord, sei der Grundgedanke bei der Konzeption des Nea gewesen, sagt Lancia. Der äußere Anblick jedoch wirkt weder gemütlich noch einladend, sondern eher kühl vom einstigen Dolce-Vita-Flair italienischer Automobile ist bei dieser Studie nichts übrig geblieben.