Land-Rover-Studien: Styling ist alles - DER SPIEGEL
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Land-Rover-Studien Styling ist alles

Der Geländewagenhersteller Land Rover stellt in Detroit zwei Styling-Studien des Modells Freelander vor. Mit den ungleichen Zwillingen wollen die Briten Abenteurer und Aristokraten begeistern.
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Die Styling-Spielereien bei Land Rover haben vor allem zwei Funktionen: Sie sollen erstens, trotz des Mangels an wirklichen Neuheiten, die Aufmerksamkeit des Publikums erregen. Zweitens folgen sie dem bekannten Trend nach möglichst großer Individualisierung von Massenprodukten. Schließlich gehört der Freelander auf einigen Märkten zu den beliebtesten Offroadern seiner Klasse.

Das eine Extrem verkörpert das "Kalahari Concept Vehicle". Die Studie verbreitet Expeditionsflair und macht deutlich, dass Land Rover auch bei seiner Soft-Baureihe Freelander auf unbedingte Geländetauglichkeit setzt. Auffälligste Einzelheiten am Freelander Kalahari ist die Lichtorgel an der Fahrzeugfront: Neben den normalen Schweinwerfern gibt es Zusatzlampen im mächtigen Rammschutzbügel, Nebelscheinwerfer im unteren Stoßfänger und zwei Scheinwerferpaare im Dachspoiler. Bei voller Beleuchtung strahlt das Auto aus zehn "Augen" in die Dunkelheit.

Falls trotz des gut ausgeleuchteten Weges das Vorankommen diffizil wird, kann sowohl vorne als auch hinten eine Winde angebracht werden, die das Vehikel aus dem größten Schlamassel befreien hilft. Während draußen die Wildnis vorbeirauscht und der Matsch aus den groben Reifenstollen auf den "Freedom-Style"-Rädern quillt, dürfen die Insassen in einer Umgebung aus schwarzem Leder (Sitze, Lenkrad, Schaltknauf, Türgriffe) mit orangefarbenen Applikationen schwelgen.

Technisch basiert der Freelander Kalahari auf den bekannten Serienmodellen, ebenso sein fein gekleideter Konzeptauto-Zwilling, das "Kensington Concept Vehicle". Diesem Auto fehlt jede Indiana-Jones-Attitüde. Schwarzes Leder im Innenraum, wie Sättel genähte Sitzflächen, ein zweifarbiges Lederlenkrad, eine Armaturentafel im Farbton "Black Cherry" und allerlei Zierrat zur Freude der Fahrgäste erinnern eher an einen Salon als an das Innere eines Geländewagens. Dass mit dem Fahrzeug auch Touren über holpriges Terrain möglich sind, deutet der in auffälligem Silber gehaltene Unterfahrschutz an.

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