Lupo GTI Wölfchen im Rennpelz
Großer Bahnhof in Wolfsburg. Am 3. August soll der 3-Liter-Lupo, der nach dem Jules-Verne-Klassiker "In 80 Tagen um die Welt" fuhr, wieder die heimischen Werkstore erreichen. Bei seiner Reise durch die fünf Kontinente ist das Wägelchen konstant unter drei Liter pro 100 km/h geblieben. Im australischen Outback soll sich der Dreizylinder-TDI-Motor gar mit weniger als zwei Litern begnügt haben.
Ein paar Liter mehr dürften es bei der neuen Topversion Lupo GTI sein. Das rasende Wölfchen wird von einem 1,6-Vierzylinder mit 125 PS angetrieben, der auch schon den Polo GTI beflügelt. Ebenso wie dieser erreicht der Lupo damit eine Spitzengeschwindigkeit von 205 km/h. Bei der Beschleunigung von 0 auf 100 hat der neue GTI dagegen die Nase vorn. Mit 8,3 Sekunden braucht der Lupo gut eine halbe Sekunde weniger als sein Vorbild.
Aluminium macht's möglich: Durch den reichhaltigen Einbau des Leichtmetalls an Motorhaube, Türen, Kotflügel bringt der Lupo GTI weniger als 980 Kilogramm auf die Waage.
Trotz Rücksicht auf überflüssige Pfunde, hat VW auf Sicherheitsfeatures nicht verzichtet. Serienmäßig an Bord sind ABS und ESP sowie Scheibenbremsen vorn und hinten. Und weil GTI verpflichtet, fährt der neue Lupo ganz sportlich mit Lederlenkrad, Sportsitzen und - es lebe die Individualisierung - roten Sicherheitsgurten mit schwarzer Einfassung vor.
Damit der kleine Kraftzwerg auch von außen nicht mit seinen zivilen Artgenossen verwechselt wird, trägt er Spoilerstoßfänger mit integrierten Lufteinlässen, Seitenschweller und ausgestellte Kotflügel. Xenon-Scheinwerfer sollen bei Nacht die entsprechenden Warnsignale in Richtung Vordermann aussenden.
Am Heck zeigt ein mittig platzierter Doppelrohr-Auspuff, dass gerade der stärkste Lupo im VW-Modellprogramm vorbeigerauscht ist. Der Lupo GTI kostet 33.640 Mark und kann ab September bestellt werden.