Mazda Tribute Boulevard statt Buckelpiste
Lobenswert ist immerhin: Mazda betritt erstmals ein Revier, in dem sich inzwischen die gesamte Autobranche tummelt.
Doch weniger die Platzhirsche Jeep und Land Rover hat der Hersteller aus Hiroshima im Visier, als die so genannten SUV (Sport Utility Vehicle), die als Toyota RAV4, Mitsubishi Pajero Pinin oder Suzuki Vitara über die Boulevards des Großstadt-Dschungels staken.
Denn dass kaum ein Geländewagen sich heute noch die Leichtmetallfelgen schmutzig macht, weiß auch Mazda. Allerdings eben so gut, dass sich mit den boomenden Zulassungszahlen der Freizeit-Offroader eine Mark verdienen lässt. Hinzu kommt, dass der Mazda Tribute zusammen mit Ford entwickelt und in Kansas gebaut wird. Die amerikanische Konzernmutter wird ein ähnliches Auto etwas später als Ford-Maverick-Nachfolger "Escape" nach Deutschland bringen.
Der bullig-kompakte Mazda Tribute ist - wie seine übrigen Artgenossen - zwar als Offroader gestylt, taugt aber nur bedingt für den Einsatz im Gelände. Zwar verfügt er in bestimmten Versionen über Allradantrieb, doch Starrachsen und Sperrdifferenzial, mit denen er tatsächlich über Stock und Stein klettern könnte, fehlen ihm.
Dafür macht er auf asphaltierten Wegen eine bessere Figur. Mit Einzelradaufhängung, Servolenkung und sportlich ausgelegtem Fahrwerk erreicht der Tribute Pkw-ähnlichen Fahrkomfort. Mit großem Platzangebot, flexibler und einfacher Raumaufteilung und 368 bis 842 Litern Ladevolumen ist er dazu sowohl als Familienkutsche oder Freizeitauto einsetzbar. Praktisch ist das separat zu öffnende Heckfenster, durch das kleinere Gepäckstücke ein- und ausgeladen werden können.
Von Ford stammen auch die Motoren. Basis ist ein 124 PS (91kW) starker 2-Liter-Vierzylinder-Benziner, der mit Frontantrieb (35.890 Mark) sowie als Allrad-Version in zwei Ausstattungen (ab 39.560 Mark) zu ordern ist. Top-Triebwerk ist ein 3-Liter-V6 mit 197 PS (145 kW) und serienmäßiger Viergang-Automatik (53.990 Mark).
Beim deutschen Händler steht der Tribute allerdings erst im April 2001. Wer jedoch bis 31. Dezember dieses Jahres den Kaufvertrag unterschreibt, bekommt einen Frontbügel mit Unterfahrschutz und noch reichlich Chrom-Zierrat gratis dazu.