Mercedes SLK 320: Am Klang gebastelt - DER SPIEGEL
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Mercedes SLK 320 Am Klang gebastelt

Am 18. März geht die Neuauflage des Mercedes-Benz SLK an den Start, wobei im SLK 320 erstmals ein Sechszylinder-Motor zum Einsatz kommt. Wie der Praxistest zeigt, hört sich das zwar gut an, macht den Roadster aber nicht gerade zum Spritsparer.
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Das dezente Facelifting des SLK betrifft vor allem die neu gestalteten Front- und Heckstoßfänger. Integrierte Spoilerkanten vorn sowie neu gezeichnete Seitenschweller lassen den Zweisitzer sportlicher und dynamischer erscheinen. Unterstützt wird der Effekt durch die Rundum-Lackierung. Alle Anbauteile und Türgriffe sind jetzt in Wagenfarbe lackiert und lassen den Roadster wie aus einem Guss erscheinen. Auffällig sind - wie schon bei der S- und E-Klasse - die seitlichen Blinkleuchten in den Außenspiegeln.

Das für einen Sportwagen etwas zu gediegene Cockpit wurde durch neue Aluminium-Oberflächen statt der bisherigen Carbon-Optik sowie mit Leder- oder Holzspangen an Lenkrad und Schalthebel aufgepeppt. Die neu geformten Sportsitze sind leider nur gegen 1740 Mark Aufpreis elektrisch einzustellen. Serienmäßig sind dagegen im SLK 320 die Klimaanlage und der Tempomat mit Speedtronic. Elektrische Fensterheber und Außenspiegel, Lederlenkrad, Funkfernbedienung und Windschott gibt es ebenfalls ab Werk. Unverändert blieb das Vario-Dach, mit dem sich der Roadster auf Knopfdruck binnen Sekunden in ein allwettertaugliches Coupé verwandelt.

Erstmals findet im SLK der V6-Motor Verwendung, den Mercedes auch schon in der S-, E- und M-Klasse sowie den Modellen CLK und SL einsetzt. Er verhilft dem 1405 Kilogramm schweren Roadster zu erstaunlichen Fahrleistungen. Mit 218 PS und 310 Newtonmeter Drehmoment ab 3000 Touren schafft der SLK 320 den Standardsprint von 0 auf 100 km/h in 6,9 Sekunden, den Zwischenspurt von 80 auf 120 km/h im fünften Gang in 9,5 Sekunden sowie ein Spitzentempo von 245 km/h. Aus den mit Edelstahl verkleideten Endrohren untermalt ein eigens komponierter Bariton-Motorsound die sportliche Performance. Trauerklänge begleiten den Fahrer dagegen an der Tankstelle: Im Durchschnitt schluckt der SLK 11,1 Liter Supersprit auf hundert Kilometer - vermutlich deshalb wurde der Tank von 53 auf 60 Liter vergrößert. Etwas genügsamer gibt sich dagegen die Automatik-Version mit 10,4 Litern.

Hersteller:Mercedes
Typ:SLK 320
Karosserie:Cabrio/Roadster
Motor:V6-Benziner
Hubraum:3.199 ccm
Leistung PS:218 PS
Leistung kW:160 kW
Drehmoment:310 Nm
Von 0 auf 100:6,9 Sek.
Höchstgeschw.:245 km/h
Verbrauch (ECE):11,1 Liter
CO2-Ausstoß:263 g/km
Kraftstoff:Superbenzin
Kofferraum:348 Liter
Versicherung (HP):12 €
Versicherung (TK):38 €
Versicherung (VK):27 €
Preis:39.678 €

Viel Handarbeit erfordert die Sechsgangschaltung, die in allen neuen SLK-Modellen zum Einsatz kommt. Sie erwies sich jedoch bei den Testfahrten als exakt und leichtgängig bei sehr kurzen Schaltwegen. Freude am Fahren bereitet auch die tiefer gelegte Karosserie mit neu abgestimmten Stoßdämpfern und zusätzlichen Stabilisatoren. Sie verschaffen dem Roadster auch ohne Heckspoiler eine satte und sichere Straßenlage, die auch beim plötzlichen Gaswegnehmen stabil bleibt. Das elektronische Stabilitätsprogramm ESP ist bei allen SLK-Modellen in der Serienausstattung enthalten.

Der SLK 320 steht für 77.604 Mark beim Händler. Ein kleines finanzielles Trostpflaster gewährt der deutsche Fiskus durch die Einhaltung der EU4-Abgaslimits mit einem einmaligen Steuerbonus von 600 Mark sowie dem reduzierten Steuersatz von 320 Mark pro Jahr.