Motorrad-Helme: Viele kleine Mängel - DER SPIEGEL
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Motorrad-Helme Viele kleine Mängel

Die Motorradsaison beginnt und das bedeutet, dass nicht nur die Maschinen, sondern auch die nötige Ausrüstung in Schuss gebracht werden müssen. Falls der Kauf eines neuen Helms ansteht: Elf neue Modelle wurden jetzt getestet.
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

In einer Gemeinschaftsaktion haben die Zeitschrift "Motorrad" und der ADAC elf aktuelle Integralhelme auf dem Prüfstand malträtiert, um Aussagen über ihre Qualität treffen zu können.

Kontrolliert wurde in mehreren Kategorien. Eine davon hieß zum Beispiel "Unfallschutz". Dabei wurde auf die Stoßdämpfung, die Kinnteildämpfung, den Sitz und das Verschluss-System des Helms geachtet. Andere Prüfkriterien waren die Aerodynamik, die Geräuschentwicklung, die Belüftung und Sicht sowie Passform, Gewicht und Reflexionen des Schutzhelms.

Keine gravierenden Mängel

So krachten zum Beispiel bei einem Test die mit fünf Kilo beschwerten Helme aus drei Meter Höhe auf einen flachen oder kantigen Metallamboss. Außerdem fuhren insgesamt acht Motorrad-Tester mit den unterschiedlichen Helmen, um deren Praxiseigenschaften zu bewerten.

Generelles Urteil: Keiner der Integralhelme fiel durch gravierende Mängel auf. "Wirklich schlechte Helme", so das Urteil der Motorradexperten, "gehören der Vergangenheit an". Andererseits blieb auch kein Modell gänzlich ohne Kritikpunkte. Vor allem die Visiere gaben Anlass zum Mäkeln. Häufig fehlte eine wirksame Antibeschlagbeschichtung, oft waren sie sehr anfällig für Kratzer.

Kein Modell ohne Schwachstellen

Testsieger wurde das Modell "Raid" der Firma Shoei, wobei auch hier das Fehlen eines Antibeschlag-Visiers bemängelt wurde. Platz zwei errang der Uvex-Helm "V1", gefolgt vom Arai "NR-5".