Neuer Nissan Primera: Mutiger Schnitt - DER SPIEGEL
Zum Inhalt springen

Neuer Nissan Primera Mutiger Schnitt

Der Neuanfang bei Nissan hat nicht nur im Management durchgeschlagen, sondern offenbar auch im Modelldesign. Jedenfalls zeigen die Entwickler des neuen Primera viel Experimentierfreude.
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Ähnlichkeiten mit der in Paris gezeigten Studie "Fusion" sind bei der dritten Generation des japanischen Mittelklassemodells Primera unverkennbar. Eckig gezeichnete Scheinwerfer sowie markante Lufteinlässe geben ein neues Gesicht, dynamische Linien und glatte Flächen prägen die Karosserie. Gegenüber dem aktuellen Modell wächst der Radstand um acht Zentimeter auf 2,68 Meter, die Länge um etwa fünf Zentimeter auf 4,57 Meter (Kombi 4,68) und auch in der Breite hat der Primera mit 1,76 Meter um 4,5 Zentimeter zugelegt. Zusammen mit der höheren Dachlinie ergibt das ein Raummaß, das auch fünf Passagieren angenehmes Reisen ermöglichen soll.

Im Innenraum erwartet den Fahrer ein originell, wenn auch nicht sonderlich praktisch, gestyltes Armaturenbrett. Drei mittig angeordnete Rundinstrumente und ein darunter platzierter Sieben-Zoll-Monitor stellen die Informationen bereit - nur eben leider außerhalb des Blickfelds des Fahrers. Warum auch die Mitreisenden über Geschwindigkeit, Drehzahl, Öldruck und Temperatur auf dem Laufenden sein müssen, werden wohl nur Nissans Designer wissen.

In Japan wird der Primera zunächst in zwei Karosserie-Varianten angeboten, als klassische Stufenheck-Limousine und als Kombi. Zwei Benzinmotoren sind im Einsatz: ein Zweiliter-Vierzylinder mit 150 PS und ein 2,5-Liter-Benzin-Direkteinspritzer mit 170 PS. Die Kraftübertragung erfolgt über eine stufenloses CVT-Getriebeautomatik auf die Vorderräder. Wahlweise kann für die 2,5-Liter-Variante das Hyper-CVT M6 mit sechs programmierten, manuell zu schaltenden Gängen geordert werden. Der Kombi wird außerdem auf Wunsch mit Allradantrieb ausgerüstet und besitzt dann serienmäßig eine herkömmliche Vierstufen-Automatik. Sein Europa-Debüt wird der Primera auf der IAA im September in Frankfurt haben. Dann soll auch eine Schrägheck-Variante mit großer Heckklappe sowie die für Europa vorgesehene Motorenpalette vorgestellt werden.