Nissan Hypermini: Das Campus-Car - DER SPIEGEL
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Nissan Hypermini Das Campus-Car

Ein Jahr lang wird die University of California 15 Exemplare des Nissan-Elektroautos Hypermini im Alltagsbetrieb testen. Der groß angelegte Feldversuch soll klären, in welche Richtung Elektroautos entwickelt werden müssen.
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Die 15 Hyperminis sehen ziemlich futuristisch aus: Auf einem Fahrschemel, so wirken die knallrot und sattgrün lackierten Aluminium-Gefährte, sitzt eine Haube für die Passagiere. Die Grundform erinnert ein wenig an den Smart, allerdings ist der Hypermini um 16 Zentimeter länger als das Zwergauto von Mercedes. Und zudem wird der kleine Japaner von einem Elektromotor angetrieben.

Aber auch hier unterscheidet sich der Uni-Wagen von anderen Elektromobilen. Denn die Energie für den Elektromotor ist in modernen Lithium-Ionen-Batterien gespeichert. Diese Batterien sind so klein, dass sie unter die beiden Sitze passen. So bleibt im Heck genug Stauraum für vier Getränkekisten. Die Stromspeicher können binnen vier Stunden aufgeladen werden. Dann reicht die Energie für etwa 113 Kilometer.

Diese Distanz kann der Wagen bei Bedarf recht hurtig zurücklegen, das 2,66 Meter lange Auto lässt sich locker auf 100 km/h beschleunigen. Und das ist absolut ausreichend, denn der Hypermini ist als Auto für Ballungsräume konzipiert. In Japan wird er Wagen bereits als Serienfahrzeug angeboten, vor allem Berufspendler und Behörden nutzen das Fahrzeug.

Der College-Versuch in den USA soll nun verschiedene Fragen klären. Zum Beispiel die, wie Studenten auf so ein kleines Elektroauto reagieren und wie sie es benutzen. Außerdem soll das Verhalten von Leuten beobachtet werden, die das Auto zufällig auf der Straße sehen. Nissan profitiert von dem Großversuch insoweit, als Techniker und Designer beobachten, zu welchen Transportzwecken das Auto genutzt wird, welche Unterhalt-Kosten anfallen und wie es um die Bedien- und Umweltfreundlichkeit des Wagens im Alltagsbetrieb bestellt ist.