Nissan Micra: Winzling mit mehr Muskeln - DER SPIEGEL
Zum Inhalt springen

Nissan Micra Winzling mit mehr Muskeln

Die Nissan-Ingenieure haben sich dem Kleinsten aus ihrem Hause angenommen. Der neue Nissan Micra unterscheidet sich äußerlich zwar nur marginal vom Vorgänger, aber unter der Haube hat der Winzling kräftigere Motoren verpasst bekommen.
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Der Nissan Micra hat jetzt auch eine dritte Bremsleuchte. Zugegeben, keine besonders spektakuläre Nachricht, aber immerhin wird man den überarbeiteten Japaner daran künftig erkennen können, wenn man hinter ihm an der Ampel steht. Kommt der Kleinwagen einem entgegen, fallen der neue Chrom-Kühlergrill, veränderte Stoßfänger und Seitenschutzleisten sowie Klarglasscheinwerfer ins Auge - oder auch nicht.

Die wirklichen Unterschiede zum Vorgänger werden wohl erst spürbar, wenn man sich selbst in das neu gestaltete Cockpit schwingt. Zweifarbige Armaturenbretter und Türgriffe sowie die Mittelkonsole in Alu-Optik sollen neuen Schwung bringen, eine Sportausführung mit rot-schwarzem Lenkrad, Polster und Instrumententräger jüngere Kunden zum Einsteigen verlocken.

Obwohl die sich vielleicht noch mehr über die stärkeren Motoren freuen werden. Insbesondere der bisherige 1,3-Liter-Benziner wuchs um 73 Kubikzentimeter Hubraum, so dass die Bezeichnung nun Micra 1,4 lautet. Mit einer Leistung von 60 kW (82 PS) und einem Drehmoment von 108 Nm beschleunigt die kräftigste Micra-Version in 11,9 Sekunden von null auf 100 Stundenkilometer und wird maximal 170 Stundenkilometer schnell. Der Verbrauch soll im Schnitt bei 6,1 Liter liegen.

Die Leistung des kleineren 1,0-Liter-Benziner wurde aber ebenfalls um vier Kilowatt auf 44 kW (60 PS) angehoben. Damit erreicht die Basismotorisierung jetzt eine Höchstgeschwindigkeit von 150 Stundenkilometern. Beide Motoren erfüllen die Abgasnorm Euro 4 und kommen damit in den Genuss einer Steuerbefreiung. Der 1,5-Liter-Diesel mit 42 kW (58 PS) bleibt unverändert im Programm.

Angeboten wird der neue Micra in insgesamt vier verschiedenen Ausstattungen, darunter auch eine mit elektrischem Faltschiebedach. Bereits das Einstiegsmodell Micra Comfort ab 19.500 Mark verfügt über ABS mit Bremsassistenten, Front- und Seitenairbags, Isofix-Kindersitzbefestigungen, Servolenkung, getönte Scheiben und höhenverstellbare Lenksäule. Gegen 2000 Mark Aufpreis ist für die Benziner auch ein stufenloses Automatikgetriebe zu bekommen.