Nissan Pathfinder: Geländespiel mit Dampf - DER SPIEGEL
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Nissan Pathfinder Geländespiel mit Dampf

Der Allradler fährt 2001 mit einem neuen Leichtmetall-V6-Motor vor. Nissan möchte dank dieser Maschine mit dem Wagen den Anschluss an die derzeit boomende Klasse der Edel-Geländefahrzeuge halten.
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Der neue Motor vor allem soll dem Pathfinder den Weg ins Revier der Luxus-Offroader weisen. Das V6-Vierventil-Aggregat holt aus 3,5 Liter Hubraum eine Leistung von 220 PS (162 kW) und liefert ein Drehmoment von maximal 323 Nm.

Der um 16 Kilo schwerere Vorgängermotor, ein 3,3 Liter großer V6-Zweiventiler mit Grauguss-Block, schaffte 266 Nm. Die Kraft ist nicht alleine Selbstzweck oder für das muntere "Meiner-ist-stärker"-Spiel an der Theke da, sondern macht den Pathfinder vor allem als Zugfahrzeug interessant.

Die neue Maschine macht Anhängelasten bis zu 2300 Kilo (Vorgängermodell: 1700 Kilo) möglich. Um den Komfortaspekt zu betonen, wird das Topmodell der Baureihe ab sofort ausschließlich mit Vierstufen-Automatik angeboten. Der Antriebsstrang ist nach der sogenannten All-Mode 4WD-Technik konzipiert.

Das bedeutet, dass der längs zur Fahrtrichtung eingebaute Motor im Normalbetrieb die Hinterräder antreibt. Wird per Drehschalter der AUTO-Modus aktiviert, leitet eine Lamellenkupplung bei durchdrehenden Hinterrädern auch Antriebskraft zur Vorderachse. Der Fahrer kann darüber hinaus auch eine 50:50-Aufteilung der Antriebskräfte oder eine Geländereduktion wählen.

In der für wuchtige Offroader eigentlich untypischen Disziplin des Sprints von 0 auf 100 km/h schafft der Pathfinder 10,3 Sekunden. Die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 175 Sachen. Solche Werte schlagen bei einem Zweitonner jedoch an der Tankstelle zu Buche. Das Auto schluckt im Schnitt 14,5 Liter Superbenzin je 100 Kilometer, ein nicht mehr zeitgemäßer Wert.

Dem aktuellen Standard entspricht jedoch die Ausstattung: Vier Airbags und Gurtstraffer für die Vordersitze sind serienmäßig installiert, ebenso ABS. Für Komfort sollen Getränkedosenhalter, Klimaautomatik, Zentralverriegelung, elektrische Fensterheber vorne, elektrisches Schiebedach und vier beheizbare Sitze.

Der Kofferraum fasst bei Normalstellung der Rücksitzlehne 434 Liter und kann auf bis zu 1670 Liter vergrößert werden. Die Scheibe der Heckklappe lässt sich separat öffnen. Im Laufe des Januar kommt das Modell zum Preis von 74.900 Mark zu den Händlern.