Nissan X-Trail: Dranbleiben - DER SPIEGEL
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Nissan X-Trail Dranbleiben

Hohe Sitzposition, bullige Optik und ein subjektiv besseres Sicherheitsgefühl – das sind die Argumente, mit denen SUV-Fahrer ihre Autowahl begründen. Nissan profitiert davon nicht schlecht. Jetzt haben die Japaner das SUV-Modell X-Trail modernisiert.
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Nur gut zwei Jahre nach dem Verkaufsstart steht der X-Trail ab 1. Dezember mit einigen optischen Retuschen, einem neu gestalteten Innenraum und einem neuen Dieselmotor bei den Händlern. Die äußerlichen Modifikationen sind allerdings so unauffällig, dass sie nur mit Argusaugen erkennbar sind - oder mit einem Maßband. Denn weil die Form der Stoßfänger geglättet wurde, schrumpfte die Länge des Autos um fünf Zentimeter.

Was die Überarbeitung des Innenraums betrifft, haben die Nissan-Entwickler offenbar aufmerksam die Kundenkritik registriert und entsprechend reagiert. Die Oberflächen wirken nun solider und feiner, die Mittelkonsole wurde aufgeräumt, und die Schalter sehen jetzt auch eleganter aus als die doch etwas rustikalen Knöpfe des bisherigen Modells. Wer beim ersten Blick erschrickt, weil die praktischen Kühlfächer für Getränke in der Mittelkonsole fehlen, wird bei genauerem Hinsehen zufrieden lächeln: Die cleveren Boxen wurden jetzt seitlich platziert und können nun auch, weil sie senkrecht angebracht sind, auch bereits geöffnete Getränkedosen aufnehmen. Noch eine gute Idee ist die zusätzliche Lüftungsdüse direkt vor dem Fahrer.

Hersteller:Nissan
Typ:X-Trail
Karosserie:Geländewagen/Pickup/SUV
Motor:Vierzylinder-Turbo-Diesel-Direkteinspritzer
Hubraum:2.184 ccm
Leistung PS:136 PS
Leistung kW:100 kW
Drehmoment:314 Nm
Von 0 auf 100:11,5 Sek.
Höchstgeschw.:180 km/h
Verbrauch (ECE):7,2 Liter
CO2-Ausstoß:171 g/km
Kofferraum:410 Liter
umgebaut:1.841 Liter
Versicherung (HP):21 €
Versicherung (TK):23 €
Versicherung (VK):21 €
Preis:25.320 €

Nervte bislang vor allem das Dieselmodell mit einem hohen Geräuschpegel im Innenraum, fährt der neue X-Trail mit Selbstzünder deutlich leiser. Mehr Dämmstoffe unter der Motorhaube, vor der Spritzwand und im Unterboden kapseln den Innenraum ordentlich ab.

Überarbeitet wurde auch der Dieselmotor selbst. Das Aggregat arbeitet jetzt mit höheren Einspritzdrücken, der Turbolader bekam eine variable Turbinengeometrie, und der Ladeluftkühler wurde vergrößert. In Summe bedeutet das mehr Leistung (136 statt vorher 114 PS / 100 statt 84 kW) und mehr Drehmoment (314 statt vorher 270 Nm). Damit beschleunigt der neue X-Trail 2,2 dCi flotter und fährt auch ein wenig schneller als das Vorgängermodell. Gleich geblieben ist das Angebot an Benzinmotoren, die es mit 2 und 2,5 Liter Hubraum und mit 140 sowie 165 PS gibt (103 und 121 kW).

Keine Änderung, das gilt auch für die Preise der Benziner-Modelle. Der Diesel allerdings kostet jetzt in der Grundausstattung "Comfort" 25.320 Euro und damit 200 Euro mehr als das bisherige Modell.

Nissan glaubt, den X-Trail jetzt gerüstet zu haben für den deutlich rauer werdenden Wettbewerb in diesem Segment. Anfang 2004 wird mit dem BMW X3 das erste Auto eines deutschen Herstellers in diesem Markt antreten. Auch Volkswagen, so lauten jedenfalls Branchengerüchte, plant den Einstieg in den Club der kompakten SUV-Fahrzeuge. Und Nissans Schwestermarke Renault hat bereits angekündigt, ebenfalls einen Allradler dieser Größenordnung vorzustellen. Im SUV-Unterholz wird es allmählich dicht.

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