Opel-Microvan: Bitte die Gurte enger schnallen - DER SPIEGEL
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Opel-Microvan Bitte die Gurte enger schnallen

Das haben die Rüsselsheimer geschickt eingefädelt: Beim Automobil-Salon in Genf schickt Opel den Agila als "ersten Microvan eines europäischen Herstellers" ins Rampenlicht. Tatsächlich ist der Wagen ein aufgefrischter Wagon R+ der GM-Tochtermarke Suzuki.
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Für den kleinen Kompakt-Japaner allerdings interessierte sich hier zu Lande kaum jemand; der Opel Agila dagegen wird nun als Wunder der Raumausnutzung gepriesen. Dabei hätte es Opel gar nicht nötig gehabt, auf Produkte von anderen Konzernmarken zurückzugreifen. Denn bereits vor einigen Jahren präsentierten die Rüsselsheimer voller Stolz ihre Minivan-Studie Maxx ­ ein wirklich fortschrittliches Automobil mit einem attraktiven, frischen Design. Das Projekt verschwand allerdings in irgendeinem Hinterzimmer der Entwicklungsabteilung. Stattdessen nun also der Agila ­ der optisch alles andere als agil oder gar flott wirkt.

Der Fünftürer, der vier Insassen Platz bietet, ist 3,50 Meter lang, 1,62 Meter breit und 1,66 Meter hoch. Die nach oben strebende Karosserie lässt den Wagen zwar etwas eckig und ungelenk erscheinen, aber dadurch herrschen im Innenraum relativ großzügige Platzverhältnisse. Für das Gepäck stehen 248 Liter Volumen zur Verfügung ­ bei umgeklappten Rücksitzlehnen sind es 598 Liter.

Zwei Motoren stehen im Angebot, wenn der Wagen ab Mai zu den Opel-Händlern rollt. Beide Aggregate sind Vierzylinder-Benziner. Das 1,0-Liter-Triebwerk leistet 58 PS (43 kW), schafft eine Höchstgeschwindigkeit von 142 Stundenkilometern und verbraucht rund 6,3 Liter Sprit auf 100 Kilometer; der 1,2-Liter-Motor stellt 75 PS (55 kW) zur Verfügung, beschleunigt den Wagen auf bis zu 155 Stundenkilometer und schluckt im Schnitt 6,5 Liter Benzin je 100 Kilometer. Beide Motoren erfüllen die Euro-4-Abgasnorm, die nach bisheriger Planung im Jahr 2005 in Kraft treten wird.

Der Agila wird in drei Ausstattungsniveaus erhältlich sein, neben der Basisversion noch in den Varianten Comfort und Elegance. Allen drei Versionen ist allerdings eine Sicherheitsausrüstung mit Fahrer- und Beifahrerairbag sowie Gurtstraffern und Gurtkraftbegrenzern auf den vorderen Plätzen gemeinsam. Außerdem sind die Pedale so konstruiert, dass sie bei einem Frontalcrash nicht in den Fußraum eindringen, wodurch das Verletzungsrisiko deutlich reduziert wird. Gebaut wird der Opel Agila im neuesten Werk des Unternehmens im polnischen Gliwice. Dort sollen im ersten vollen Produktionsjahr ­ also 2001 ­ insgesamt 100.000 Exemplare von den Bändern laufen.