Opel-Neuheiten Rüsselsheimer Reigen
Eigentlich fehlt in dem Neuheiten-Programm nur noch der neue Corsa. Doch damit wird sich die GM-Tochter noch zurückhalten - denn der kleine Bestseller im Opel-Modellprogramm soll erst Ende des Jahres auf der Showbühne stehen und Anfang 2001 in den Verkauf gehen. So werden auf dem 70. Genfer Automobilsalon die Weltpremieren im Mittelpunkt stehen.
An oberster Stelle rangiert dabei das Omega-Topmodell mit V8-Motor, mit dem Opel in der automobilen Oberklasse Mercedes-Benz, BMW und Audi Marktanteile abjagen will. Helfen sollen dabei die exklusive Luxusausstattung sowie ein Corvette-Triebwerk mit 5,7 Litern Hubraum und 310 PS (228 kW). Der "Small Block" erreicht 450 Newtonmeter Drehmoment und verhilft dem Omega zu einem Spitzentempo von 250 Stundenkilometern und einer Beschleunigung aus dem Stand auf 100 Stundenkilometer in weniger als sieben Sekunden. Auf den Markt kommt der als Limousine und Caravan lieferbare Oberklasse-Omega im Herbst.
Dann sollte auch endlich der Speedster beim Händler stehen, der im vergangenen Jahr in Genf noch als Studie vorgestellt worden war. An der endgültigen Serienversion hat sich allerdings kaum etwas geändert. Der Leichtbau-Zweisitzer mit Alu-Chassis und Kunststoff-Karosse wird von einem 2,2-Liter-Aluminium-Mittelmotor mit 147 PS (108 kW) vorangetrieben. Damit erreicht der rund 850 Kilogramm leichte Roadster eine Spitzengeschwindigkeit von 220 Stundenkilometern und erledigt den Spurt auf Tempo 100 in unter sechs Sekunden.
Als weitere Weltpremiere wird der neue Opel Agila in Genf vorgestellt. Der nur 3,50 Meter kurze Microvan, der auf der Plattform des Suzuki Wagon R+ aufbaut, bietet viel Variabilität auf engstem Raum. In Bewegung gesetzt wird der Viersitzer mit einem maximalen Ladevolumen von knapp 600 Litern wahlweise von einem Einliter-Dreizylinder mit 58 PS (43kW) oder einem 1,2-Liter-Vierzyinder-Benziner mit 75PS (55 kW).
Darüber hinaus präsentieren die Rüsselsheimer zwei Konzeptfahrzeuge auf Basis des Kompaktvans Zafira: die erst im Januar in Detroit vorgestellte Studie "Snowtrekker" mit 2,2-Liter-Benzindirekteinspritzer mit permanenten Allradantrieb sowie ein fahrfertiges Brennstoffzellen-Auto mit Elektroantrieb.