Opel Vectra: Er soll es richten - DER SPIEGEL
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Opel Vectra Er soll es richten

Erwartet wurde das Auto schon auf der IAA, doch dann verschob Opel kurzfristig die Weltpremiere. Nun aber ist es soweit: Die Rüsselsheimer veröffentlichen die ersten Bilder des neuen Vectra. Präsentiert wird das Auto im kommenden März auf dem Genfer Salon
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Freundlich und stämmig kommt der neue Opel daher. Die Karosserie ist geprägt von horizontalen Linien, die Radhäuser sind hervorgehoben, an der Frontpartie fällt die Flügel-Optik mit dem Opel-Logo im Kühlergrill auf, ebenso die großen Scheinwerfer. Die Heckleuchten wirken gleichfalls leicht überdimensioniert, der Kofferraumdeckel reckt sich kantig in die Höhe und wird von einem breiten Chromband abgeschlossen. Das sieht modern und sachlich aus, elegant oder sportlich ist es nicht.

Opel hat den Vectra von Grund auf neu entwickelt. 1,5 Milliarden Mark wurden allein in die neue Produktionsstätte in Rüsselsheim investiert, wo im Januar die Fertigung des Vectras beginnen soll. Zunächst wird die viertürige Stufenhecklimousine gebaut und es gibt vier Motorversionen zur Wahl: Zwei Vierzylinder-Benziner mit 122 und 147 PS (90 und 108 kW) sowie zwei Dieselaggregate mit 100 und 125 PS (74 und 92 kW). Erstmals bietet Opel auch ein fünfstufiges Automatikgetriebe mit Tippfunktion an. Weitere Modellvarianten - vermutlich ein Kombi, vielleicht auch ein Coupé und ein Minivan - werden folgen; ebenso noch andere Motoren und Getriebe.

Mit dem neuen Vectra, den Opel an der "Spitze des Segments der automobilen Mittelklasse" sieht, möchte die Marke zurückkehren auf "den ersten Platz in der europäischen Zulassungsstatistik". In der ersten Veröffentlichung zum neuen Vectra weist Opel vor allem auf das neuentwickelte Fahrwerk hin, das den Beinahmen IDS (Interactive Driving System) trägt. Serienmäßig gehört auch ESP zur Ausstattung, außerdem eine elektro-hydraulische Servolenkung.

Der neue Vectra wuchs im Vergleich zum Vorgänger in alle Richtungen. Größerer Radstand, breitere Spur, höhere Dachlinie - das ergibt in Summe mehr Raum für die Passagiere. Zudem wurde der Luftwiderstandsbeiwert (cW-Wert), die Maßzahl für die Windschlüpfrigkeit der Karosserie, auf 0,28 gedrückt. Das lässt unter anderem auf ein sehr leises Fahrgeräusch hoffen.

Was über die Ausstattungsdetails bislang bekannt ist, kann so zusammengefasst werden: Der Vectra wird mit Klimaautomatik, achtfach verstellbaren Frontsitzen, Regensensor, Einparkhilfe sowie sechs Airbags ausgeliefert. Das kommende Frühjahr wird für Opel also eine entscheidende Phase: Denn der neue Vectra muss ein Markterfolg werden, wenn die Rüsselsheimer endlich wieder in die Erfolgsspur zurückkehren wollen.