Peugeot-Studien Kiemen und Computer
Als Staatskarosse ist der 607 Paladine gestaltet: Fünf Meter misst der Wagen, für dessen Ausstattung Peugeot einen Exklusivvertrag mit dem französischen Sattlerunternehmen und Luxus-Accessoires-Hersteller Hermès geschlossen hat. Mit anderen Worten: der Paladine ist ein im Grunde unbezahlbares Auto. Aber Hingucken ist kostenlos, und so werden sich wohl auf dem Palexpo-Gelände einige Gäste um das himmelblaue Gefährt scharen, für das sich die Franzosen einige Tricks haben einfallen lassen. So lässt sich etwa das Dach, das ab der Fahrzeugmitte aus Glas gefertigt ist, komplett im Kofferraum versenken. Im Innenraum finden sich moderne Einrichtungsgegenstände wie Computer, Plasmabildschirm, DVD-Spieler, Bücherecke und Bar. Der 607 Paladine dürfte damit eines der wenigen Automobile sein, in dem es Spaß macht, im Stau zu schmoren.
Genau das Gegenteil ist beim 607 Féline der Fall, denn die futuristische Studie setzt auf ungestümes Vorankommen. Auf das Fahrwerk der 607-Limousine pfropften die Designer eine Karbonkarosserie, in der die Insassen wie unter einer überdimensionalen Saugglocke untergebracht sind. Der Zweisitzer mit der außergewöhnlichen Formgebung regte selbst die Peugeot-Marketingleute zu kühnen Formulierungen an: "Seine Haifischflanken werden durch Kiemen betont, seine aerodynamische Form verschlingt schon im Stand die Straße", heißt es im Pressetext. Aber auch für Menschen, die keinen Fisch mögen, hat der 607 Féline einiges zu bieten. Ein Gewicht unter 900 Kilo etwa, was im Zusammenspiel mit dem V6-Motor beachtliche Fahrleistungen ergeben dürfte. Zudem können das Verdeck geöffnet, die Türen versenkt und die Windschutzscheiben verschoben werden.