Porsche Cayenne: Ballermann 8 - DER SPIEGEL
Zum Inhalt springen

Porsche Cayenne Ballermann 8

Während die Autobranche nach Genf blickt, wo um die goldenen Kfz-Kälber Maybach, Phaeton oder Maranello M getanzt wird, kommen mindestens ebenso interessante Neuigkeiten aus Zuffenhausen. Nämlich Details zum Porsche Cayenne.
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

In wenigen Monaten wird Porsche eine Automarke wie viele andere auch. Bislang durfte das Unternehmen zu den exklusiven Sportwagenherstellern gezählt werden, in denen das ganze Streben der rasanten Fortbewegung von maximal zwei Menschen gilt. Im Herbst aber kommt der Cayenne. Ein Geländewagen mit luxuriöser Ausstattung, der vor allem auf dem nach so genannten SUV-Modellen (Sport Utility Vehicles) gierigen US-Markt Stückzahlen bringen soll. 25.000 Einheiten will Porsche in dem eigens für den Cayenne errichteten Werk in Leipzig pro Jahr bauen.

Neu bei Porsche: Vier Türen

Der erste Porsche mit vier Türen und großer Heckklappe, mithin das erste Familienauto mit dem Porsche-Logo auf der Haube, ist als "ausgesprochen sportliches und geländetaugliches Fahrzeug konzipiert", wie es in einer Mitteilung des Unternehmens heißt. Zwei Varianten wird es geben. Beide mit einem Achtzylinder-Motor mit 4,5 Liter Hubraum unter der Haube. Im Cayenne S leistet die Maschine 340 PS (250 kW) und 420 Nm Drehmoment, im Cayenne Turbo bringt es der V8 auf 450 PS (331 kW) und 620 Nm Drehmoment. Die Turbo-Variante wird bis zu 266 km/h schnell und sprintet in 5,6 Sekunden von 0 auf Tempo 100. Der Wagen mit dem V8-Saugmotor erledigt diese Standarddisziplinen für Autos nicht wesentlich langsamer.

Kraftprotz mit "Power Domes"

Die Kraft wird permanent an alle vier Räder übertragen. Auch "auf losem Untergrund" soll der Cayenne ein brauchbares Fahrzeug sein. Dazu komme, so Porsche, ein "in dieser Klasse bislang nicht gekannter Abroll- und Federungskomfort". Lediglich bei der Anhängelast übertreiben die Zuffenhausener. 3,5 Tonnen ziehe der "Klassen-Primus" vom Fleck, heißt es schwärmerisch. Das schaffen Konkurrenten wie der neue Range Rover allerdings auch.

Die Varianten Cayenne S und Cayenne Turbo lassen sich bei genauem Hinsehen auch von außen unterscheiden. Das stärkere Modell bekommt zusätzliche Lufteinlässe am Bug, eine Motorhaube mit Ausbeulungen, den so genannten "Power Domes" und gleich vier Auspuff-Endrohre. Das Abgas-Geweih ist auch für den Längenunterschied von vier Millimetern im Vergleich zum normalen Cayenne verantwortlich. Insgesamt misst der Cayenne 4,78 Meter in der Länge, das Auto ist 1,93 Meter breit und 1,70 Meter hoch. Zum Preis ist bislang keine Auskunft erhältlich. Spekuliert wird mit Summen um 75.000 Euro für das Basismodell.