Quads Freisitz-Pflüge für die Freizeit
Der automobilen Freizeitgesellschaft geht der Nachschub nicht aus: Nachdem zunächst Geländewagen in den Blickpunkt rückten, gilt die Neugier nun einer offroad-tauglichen Fahrzeuggattung, die bislang in den Alpen, am Strand oder in den Weiten der nordamerikanischen Wildnis zu Hause war - so genannte Quads und All Terrain Vehicles (ATV).
Mit den kleinen Alleskönnern, meist mit vier oder sechs Rädern ausgerüstet, können Freizeitpiloten durch Feld, Wald und Wiese pflügen. Mehr als 500 Exemplare der ebenso eigenwilligen wie auffälligen Winzlinge werden mittlerweile in Deutschland pro Jahr verkauft.
Ursprünglich wurden die kompakten Geländegänger als Arbeitsgeräte für die Land- und Forstwirtschaft entwickelt. Heute kommen sie allerdings, so schätzen Experten, zu 90 Prozent im Freizeitbereich zum Einsatz.
In Deutschland werden die Kraftmeier mit dem luftigen Freisitz vor allem von Kawasaki, Yamaha und Polaris angeboten. Maschinen von Honda oder Suzuki sind nur als so genannte Grauimporte erhältlich.
Die handlichen Open-Air-Offroader sind selten länger als zwei und oft nicht breiter als 1,20 Meter. Als Antrieb dient meist ein Einzylindermotor mit bis zu 0,4 Litern Hubraum, der es mit Hinterachs- oder Allradantrieb auf 50 PS und mehr bringt. Damit sind
Spitzengeschwindigkeiten deutlich über 100 km/h möglich.
Wer mit dem eigenen Quad durchs Gelände pflügen möchte, muss für ein neues Fahrzeug je nach Leistung und Ausstattung zwischen 10.000 und 30.000 Mark investieren. Außerdem braucht er ein abgesperrtes Privatgrundstück: Auf die Straße dürfen die Allradler nur selten.
Zwar können Quads und ATVs auch als "Pkw Offen" oder "Zugmaschine/Ackerschlepper" zugelassen werden. Doch dafür muss der Segen des TÜVs nach Angaben von Yamaha mit einer Umrüstung erkauft werden. Die kostet zwischen 2500 und 3000 Mark.