Range Rover "Wir sind das Original"
Die britische Marke, die inzwischen zur Premier Automotive Group des US-Autokonzerns Ford gehört, hat sich die Detroit Motorshow Anfang Januar als Ort für die Weltpremiere des Neuen ausgesucht. Der Verkauf des Modells in Deutschland soll wenige Wochen später beginnen.
"Der neue Range Rover verbindet Onroad-Eigenschaften der Luxusklasse mit überlegenen Offroad-Fähigkeiten", schwärmt Land-Rover-Vorstandschef Bob Dover. Er tut das nicht von ungefähr, denn der Range Rover kommt just zu jenem Zeitpunkt auf den Markt, da auch VW und Porsche ihre mit Spannung erwarteten Oberklasse-Geländewagen enthüllen wollen.
Das Signal der Briten ist klar: Wir bauen das Original - an uns kommt keiner vorbei! Technisch jedenfalls bedeutet der neue Range Rover einen großen Schritt. Erstmals fährt das Auto mit selbsttragender Karosserie und mit Einzelradaufhängung vor. Zudem werden eine extreme Verwindungssteifigkeit und nochmals gesteigerte Offroad-Fähigkeiten versprochen.
Der Anspruch auf die automobile Spitze in Matsch und Morast wird auch durch die beiden angebotenen Motoren unterstrichen. Es handelt sich um einen 4,4-Liter-V8-Benziner und einen 3-Liter-Sechszylinder-Turbodiesel mit Common-Rail-Einspritzung. Die Motorkraft wird permanent an alle vier Räder übertragen.
Das Design kennzeichnet den Neuen auf den ersten Blick als Range Rover. Die Grundform wurde beibehalten und nur hie und da dezent verändert. Das prägende Element ist das Rechteck. Die Frontpartie wird von rechteckigen Scheinwerfereinheiten, in die insgesamt jeweils vier Rundlichter eingelassen sind, geprägt. Außerdem fällt das lässig etwas rechts unterhalb der Mitte platzierte Logo im Kühlergrill auf. Vor den vorderen Türen gibt es je zwei dunkelgrau abgesetzte "Kiemen" und am Heck sitzen klassisch-rund gestaltete Rücklichter.
Klarheit und Chic vermittelt das Design des Armaturenbretts. Zum Beispiel kommen statt dem allmählich altbacken wirkenden Wurzelholz hier helle, großzügig gemaserte Furniere zum Einsatz. Die Hölzer an den Seiten der Mittelkonsole vermitteln den Eindruck, es handle sich um eine Art technisches Regal, so deutlich setzten sich den vertikalen Instrumententräger vom übrigen Interieur ab. Das sieht modern und edel aus - und kein bisschen nach Jäger- oder Forstwirt-Barock.
Dass Land Rover die Range-Rover-Kundschaft durchaus in ganz anderen Berufsgruppen erwartet, zeigt sich auch am Marketingkonzept für den Wagen. Ab sofort gibt es Informationen zu dem Wagen im Internet.