Reifen-Test: Gummis im Grenzbereich - DER SPIEGEL
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Reifen-Test Gummis im Grenzbereich

Zwei Fleckchen Gummi, etwa so groß wie ein halber Bierdeckel, bilden den Kontakt eines Motorrades mit der Fahrbahn. Daher ist die Wahl des passenden Pneus extrem wichtig - besonders bei schweren und schnellen Maschinen. Das Magazin "Motorrad, Reisen & Sport" und der ADAC haben jetzt Motorradreifen getestet.
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Insgesamt wurden sieben Reifenpaare verschiedener Hersteller ausprobiert und den diversen Tests unterzogen. Ermittelt wurden die Ergebnisse auf Motorrädern vom Typ Suzuki 1200/S Bandit; aufgezogen waren jeweils Reifen der Größen 120/70 ZR17 (vorne) und 180/55 ZR 17 (hinten), die für Geschwindigkeiten bis zu 270 km/h zugelassen sind. Überprüft und bewertet wurden diverse Kriterien (Handling, Komfort, Grip, Bremsen, Lenkungsflattern, Hochgeschwindigkeitsstabilität) auf trockener und nasser Fahrbahn, dazu kamen Verschleiß, Schnelllauf und eine subjektive Wertung des Fahrgefühls.

Am Ende der Testreihe wurde lediglich eine Reifenkombination mit der Höchstnote "besonders empfehlenswert" bedacht, nämlich die Pneus von Bridgestone (Battlax BT 020F/020 R). Zwei Reifenpaare erhielten den Status "empfehlenswert", es handelt sich um die Pneus von Dunlop (Sportmax D207) und Metzeler (ME Z4). Je drei Reifenkombinationen wurden als "bedingt empfehlenswert" eingestuft: Continental (Conti Force CC 120/130), Pirelli (MTR 23 Dragon GTS/MTR 24 Dragon S) und Michelin (Macadam 100X).

Test-Schlusslicht und als einziger mit der Bewertung "nicht empfehlenswert" wurde der Reifensatz von Avon (Azaro Sport II AV39/AV 40). Die Tester bemängelten das Lenkerflattern mit diesem Pneu, den hohen Verschleiß und zudem bestanden die Gummis zweimal nicht den Schnelllauf-Test.

Die Preise der überprüften Reifenpaare liegen zwischen 540 und 640 Mark.