Rennsport bei Rover Vollgas-Verwirrung
Alles was bei MG Rover mit dem Thema Motorsport zu tun hat, wird künftig in der neuen Firma stattfinden: Dazu gehört die Entwicklung der Rennwagen, die Entwicklung von MG-Sportwagen für den Straßenverkehr und ein Angebot aus Tuningteilen sowie Merchandising-Artikeln, um aus dem erhofften Imagewandel auch Kapital schlagen zu können.
Erste große Etappe auf dem wohl noch langen Weg hin zu einer aktuellen Sportautomarke wird das 24-Stunden-Rennen von Le Mans am 16. und 17. Juni dieses Jahres. MG Rover startet dort mit einem Renner gemeinsam mit Lola entwickelten Auto in der Prototypenklasse bis 675 Kilogramm Gewicht. Der offene Wagen mit dem Namen MG Lola EX257 Sport wird von einem 2-Liter-Vierzylinder-Turbomotor angetrieben der rund 450 PS (342 kW) leistet und eine Höchstgeschwindigkeit von 346 km/h möglich machen soll. Sechs britische Rennfahrer sind derzeit mit den letzten Test des Boliden beschäftigt.
Auch im Tourenwagen- und im Rallyesport plant MG Rover ein Engagement. Das Auto für die Tourenwagenserie ist mit einem V6-Saugmotor mit 2 Liter Hubraum und rund 270 PS (199 kW) Leistung ausstaffiert. Der Rallye-Renner wird in der neuen Formel 3 Super 1600 starten. Es handelt sich um ein Auto mit 1,6-Liter-Vierzyliindermotor mit etwa 200 PS (152 kW).
Rob Oldaker, verantwortlich für die MG-Rover-Rennsportaktivitäten, blickt optimistisch in die Zukunft: "Beteiligten sind motiviert und entschlossen. Wir verfügen über eine ausgezeichnete technische Ausstattung und erstklassige Teams - und wir lieben den Erfolg." Das allerdings ist bei den Konkurrenten nicht anders. Doch für den Imagetransfer, den die Marke dringend braucht, zählen nur Siege.