Sachs versus Honda: Das kopierte "Beast" - DER SPIEGEL
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Sachs versus Honda Das kopierte "Beast"

Die Franken sind stocksauer: Ein neuer Honda-Prototyp sieht der im Frühjahr vorgestellten Sachs "Beast 1000" aus der ältesten noch produzierenden Motorradfabrik der Welt verdächtig ähnlich.
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Das Fachmagazin "Motorrad" hatte jüngst über die Honda "New American Sports" unter der Überschrift "Reduced To The Max" berichtet. "Copied from Sachs wäre der passendere Titel gewesen", ereifert sich nun die Pressestelle des Nürnberger Unternehmens, denn die Maschine der Japaner sei nichts weiter als ein "spätgeborener Zwilling" des eigenen Produkts. "Haben die Japaner das wirklich nötig?" fragen die Franken rhetorisch.

Tatsächlich verfolgen beide Maschinen das gleiche Konzept: ein Motorrad so weit wie möglich auf seine unbedingt nötigen technischen Bauteile zu reduzieren und damit ein martialisch aussehendes "naked bike" auf die Räder zu stellen. V-Zweizylinder-Motor, Fahrwerk, Mini-Sitzpolster, rot lackierter Tank, Aluminiumräder - viele Komponenten der beiden Prototypen ähneln sich stark. Die Zeitschrift "Motorrad" merkte milde an, dass die Maschine der Japaner "ein wenig an die Sachs Beast erinnert".

Fest steht, dass die Beast 1000 von Sachs rund zehn Monate eher in der Öffentlichkeit präsentiert wurde als das Modell von Honda. Und fest steht weiterhin, dass die Franken fuchsteufelswild sind ob der vermeintlichen Kopie. Ihre Pressemeldung, die sie nun herausgegeben haben, endet mit folgendem, durch halbfette Schrift hervorgehobenem Satz: "Wer die Beast 1000 nachmacht oder fälscht oder eine nachgemachte oder gefälschte Beast 1000 in Umlauf bringt, sollte sich langsam Gedanken über die hauseigenen Designer machen."