Smart cdi Drei Liter Diesel plus X
Der Drei-Liter-Status bringt in Deutschland eine Ersparnis von 1000 Mark und somit eine Steuerbefreiung von viereinhalb Jahren ein. Allerdings ist der cdi mit einem Grundpreis von 18.980 Mark auch 1.530 Mark teurer als das vergleichbare Benziner-Modell. Da muss man schon einige tausend Kilometer abspulen, um den Preisunterschied wieder rein zu fahren.
Und als Kilometerfresser taugt der kleine Smart nicht gerade. Zwar überrascht der Kurze mit seinem großzügigen Raumgefühl und relativ gutem Sitzkomfort. Der Fahrkomfort leidet allerdings nach wie vor an den physikalischen Grenzen des 2,50-Meter-Winzlings. Trotz längerer Federwege, die mit der Einführung des cdi auch die Benziner-Varianten bekommen werden, ist das Fahrwerk immer noch bretthart. Für den im nächsten Jahr gebauten Smart-Roadster sicher genau richtig, aber für ein Stadtfahrzeug denkbar ungeeignet. Schlaglöcher und Querrinnen lassen die Tridion-Sicherheitszelle immer noch mit dumpfem Knall erzittern. Wegen seines kurzen Radstands beginnt er auf unebener Straße zu hoppeln und bei Lastwechsel (plötzliches Gaswegnehmen) schaukelt die Karosserie unangenehm nach.
| Hersteller: | Smart |
|---|---|
| Typ: | cdi (1999) |
| Karosserie: | Kleinwagen |
| Motor: | Dreizylinder-Turbodiesel |
| Hubraum: | 799 ccm |
| Leistung PS: | 41 PS |
| Leistung kW: | 30 kW |
| Drehmoment: | 100 Nm |
| Von 0 auf 100: | 19,8 Sek. |
| Höchstgeschw.: | 135 km/h |
| Verbrauch (ECE): | 3,4 Liter |
| CO2-Ausstoß: | 90 g/km |
| Kraftstoff: | Diesel |
| Kofferraum: | 150 Liter |
| Versicherung (HP): | 16 € |
| Versicherung (TK): | 22 € |
| Versicherung (VK): | 12 € |
| Preis: | 9.704 € |
In der Stadt ist der agile und wendige Smart allerdings kaum zu schlagen. Wo andere bei der Parkplatzsuche noch dreimal um den Block fahren müssen, hat er seine Lücke längst gefunden. Und der für einen Diesel erstaunlich laufruhige Motor hält den Kleinen munter auf Trab. Er beschleunigt sehr spritzig und hält problemlos mit den "Großen" im Verkehr mit. Allerdings zeigt die sequentielle Automatik immer noch die bereits aus den Benzin-Versionen bekannten lästigen Schaltpausen, die besonders beim Anfahren an Steigungen zur langen Schrecksekunde werden können.
Die serienmäßige Sicherheitsausstattung ist unverändert und nahezu komplett. Dazu gehören der hochfeste Stahlrahmen, Fahrdynamikregelung, ABS, elektronische Bremskraftverteilung, Doppelairbags, Gurtstraffer und Integralsitze. Seitenairbags sind nur auf Wunsch, Kopfairbags gar nicht zu haben.
Dazu hat der Smart cdi, neben den schon erwähnten Fahrwerkmodifikationen, ab Werk weitere Ausstattungs-Goodies, die demnächst auch der gesamten Modellpalette zugute kommen sollen. So ist die Heckklappe jetzt per Knopfdruck vom Innenraum aus zu entriegeln. Eine auf 0,5 Liter genaue Restmengenanzeige ermöglicht eine bessere Ausnutzung des Tankvolumens von 22 Litern. Für die Frontscheibe gibt es eine automatische Wisch-Wasch-Funktion und der Heckwischer läuft nun Intervall.