Subaru Impreza Einzig zu artig
Die japanische Marke ist hier zu Lande seit 1980 mit einer eigenen Vertriebszentrale vertreten, auf der Straße wird sie allerdings immer noch nicht so recht wahr genommen. Bis einschließlich Juli 2000 wurden insgesamt gerade mal 238.654 Autos mit dem Sechs-Sterne-Oval am Kühlergrill verkauft.
Und das trotz des "Unique Selling Proposition" (auf deutsch: einzigartiger Produktvorteil), den Subarus Marketing-Experten für ihre Fahrzeuge - vom Kleinwagen "Justy" bis zum großen Gelände-Kombi "Legacy Outback"- proklamieren: Der permanente Allrad-Antrieb.
"Autos mit Allradantrieb besitzen einen eingebauten Sicherheitsvorsprung", so die Firmen-Maxime. Stimmt zwar, doch von außen ist davon nicht viel zu sehen. Und mit ihrem konventionellen Design gehen die "einzigartigen" Subaru-Modelle schnell in der Masse unter.
Da macht auch der neue Impreza keine große Ausnahme. Auch wenn die zweite Generation des seit 1993 auf dem deutschen Markt fahrenden Kompaktmodells durch die großen Ellipsenscheinwerfer mit integrierten Blinkern moderner wirkt.
Unterm Blech dagegen kann der als fünftüriger "Sportkombi" und klassische Limousine angebotene Japaner durchaus mit vorzeigbaren Qualitäten aufwarten. Der Innenraum wurde im Vergleich zum Vorgänger deutlich aufgewertet. Das neu gestaltete Cockpit bietet eine gute Ergonomie und eine übersichtliche Instrumentenanordnung.
Das Platzangebot ist ausreichend, auch auf der Rückbank finden Passagiere genügend Beinfreiheit. Der Kofferraum der Limousine fasst 401 Liter, das Ladevolumen des Kombis variiert zwischen 356 und 1266 Liter. Alle Impreza verfügen über ABS, Front- und Seitenairbags (nur 2.0-Version), Kopfstützen und Automatikgurte auf allen drei Fondplätzen sowie Isofix-Kindersitzverankerungen.
Neben dem Allradantrieb kennzeichnet alle Subaru-Modelle der Boxer-Motor. Als einer der letzten Hersteller (neben Porsche) setzt Subaru nach wie vor auf dieses Motorenprinzip. Im neuen Impreza wurden die drei bekannten Triebwerke überarbeitet, ohne die Leistungsdaten zu verändern. Der 1,6-Liter Basismotor (ab 34 490 Mark) entwickelt 70 kW/95 PS, die 2-Liter-Version 92 kW/125 PS (ab 38 490 Mark) sowie 160 kW/218 PS mit Turboaufladung. Das Top-Triebwerk kommt nur im Impreza WRX (ab 55.490 Mark) zum Einsatz, das als Basisfahrzeug für den Rallyesport gedacht ist. Entsprechend martialisch kommt auch die Straßenversion daher, mit breiter Lüftungshutze auf der Motorhaube, tief heruntergezogener Frontschürze, Seitenschwellern und Heckspoiler. Produktvorteil hin, Einzigartigkeit her - mit der Krawall-Optik fällt man garantiert auf.