Suzuki Grand Vitara: Abrüstungs-Angebot - DER SPIEGEL
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Suzuki Grand Vitara Abrüstungs-Angebot

Normalerweise stehen Autos nach einer Überarbeitung stärker, schneller, potenter da als vorher. Dass es auch anders geht, nämlich intelligent und bescheiden, zeigt jetzt Suzuki. Ein neues Modell der Baureihe Grand Vitara wurde deutlich abgerüstet.
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Steckte bislang ein Zweiliter-Benzinmotor unter der Haube des dreitürigen Geländewagens, so pflanzen die Japaner dem Auto ab sofort ein 1,6-Liter-Aggregat ein. Die Leistung des Fahrzeugs sinkt damit von 128 auf 94 PS (94 auf 69 kW), was die Höchstgeschwindigkeit von vormals 165 auf nun 150 km/h drosselt.

Das klingt zunächst arg, dürfte sich aber im Autoalltag so gut wie nie bemerkbar machen. Gravierend wirkt sich die Veränderung allerdings auf den Benzinverbrauch aus: Der sinkt auf einen Durchschnittswert von acht Litern je 100 Kilometer und liegt damit 1,2 Liter unter dem Wert des bisherigen Triebwerks. Entsprechend gedrosselt wurde auch der CO2-Ausstoß, nämlich von 22 g/km auf nun 19,3 g/km.

Für Geländewagenfahrer dürfte bedeutsam sein, dass sich die Anhängelasten trotz des kleineren Motors nicht verändert haben. Der Grand Vitara 1.6 kann wie sein Vorgänger 1600 Kilo (gebremst) und 550 Kilo (ungebremst) ins Schlepptau nehmen. Das maximale Drehmoment des neuen Motors liegt bei 138 Nm, während bislang 174 Nm zur Verfügung standen.

Optisch wurde das neue Modell nur dezent verändert. Die Kotflügel wurden gemeinsam mit der Spurweite des Autos etwas breiter, und die seitlichen Planken sind nun in Wagenfarbe lackiert. An den Ausstattungsdetails wurde jedoch nichts verändert. Der Preis für das neue Modell mit 1,6-Liter-Motor liebt bei 34.911 Mark (17.850 Euro) und bleibt damit rund 2600 Mark unter dem des Vorgängers mit Zweiliter-Motor. Als Extra kann eine Klimaanlage für 1799 Mark Aufpreis geordert werden.