Toyota Wer will ein Opa-Auto?
Das Wort klingt ja auch sehr hübsch; es ist kurz und knackig und trifft offenbar genau das Ohr der jungen Familien-Lifestyle-Generation Japans, die Toyota mit dem Auto anpeilt. Außerdem, so versichern die Verantwortlichen, sei der Begriff nicht der deutschen Sprache entlehnt, sondern dem Portugiesischen, wo "Opa!" ein Ausdruck der Überraschung ist.
Allerdings wird vorerst nur das Publikum in Fernost vom neuen Auto überrascht. Ob der Mittelklasse-Van Opa auch nach Deutschland kommt, ist noch nicht entschieden. Frühestens im Sommer des nächsten Jahres wäre ein Verkaufsstart hierzulande möglich denn neben den logistischen Problemen müsste wohl vor allem auch ein neuer Name gefunden werden, wenn der Wagen nicht von vornherein in der Konkurrenz mit Opel Zafira und Renault Scénic alt aussehen soll. Wer würde schon ein Auto kaufen, das Opa heißt?
Dabei ist der Wagen keineswegs altmodisch, sondern, ganz im Gegenteil, sehr modern. Die 4,25 Meter lange Karosserie ist in Leichtbauweise gefertigt, im Innenraum herrschen großzügige Platzverhältnisse und die in diesem Segment inzwischen übliche Variabilität der Sitzanordnung. Als Antrieb bietet Toyota einen 1,8-Liter-Vierzylinder-Aluminiummotor mit variabler Nockenwelle und einen 2-Liter-Benzin-Direkteinspritzer an; beide Aggregate erfüllen die kommenden japanischen Abgasnormen und bereits die Benzinverbrauchsnorm, die erst im Jahre 2010 in Kraft treten wird. In Japan wird der Opa zu Preisen zwischen umgerechnet 33.500 und 42.500 Mark angeboten, darunter sind auch Modelle mit stufenlosem Automatikgetriebe und Allradantrieb.