Volvo-Studie ACC Maskuliner Schwede
Detroit - "Wir wollten hier zeigen, dass es uns ernst ist, gegen die besten Wettbewerber anzutreten", sagt Volvo-Chef Hans-Olov Olsson. In spätestens zwei Jahren soll das "Auto für alle Abenteuer des Lebens" auf den Markt kommen.
So wie es jetzt in Detroit steht allerdings wohl nicht. Die muskulös wirkende SUV-Studie gilt als "Versuchsballon", um zu erfahren, was der Markt von einem Gelände-Volvo erwartet. Deshalb dürfen auch die Messebesucher in Detroit, mit Hilfe spezieller Computerterminals, Volvos Ingenieuren direkt mitteilen, was sie vom ACC halten. Auch später sollen Internet-User in aller Welt die gleiche Möglichkeit haben, den Entwicklern ihre Auffassung vom Projekt zu vermitteln.
"Wir sind daran interessiert, wie ein so großer Volvo aufgenommen wird", sagt Chefdesigner Peter Horbury. "Unser Ziel ist es, eine Formensprache zu entwickeln, die nicht Macho ist wie bei vielen anderen SUV-Modellen dieses Segments." Deshalb spricht Horbury lieber von einer "maskulinen Optik" - und meint damit "das Gefühl von Sicherheit und Geborgenheit". Die sei wichtig, weil viele SUV-Käufer Frauen seien, "die eine Ausstrahlung von Sicherheit und Kontrolle schätzen", glaubt Volvos oberster Gestalter.
Wie schon beim kürzlich vorgestellten S60 gab Horbury dem Offroad-Volvo eine sogenannte "Cab Forward"-Form. Das heißt, der Fahrerplatz ist weit nach vorn versetzt, das Heck leicht erhöht. Durch die hohe Sitzposition haben Fahrer und Beifahrer eine gute Rundumsicht. Die ungewöhnlich tief angebrachte Instrumentierung soll gemeinsam mit der dänischen Edelmarke Bang & Olufsen entwickelt werden. Und weil die Insassen des Viersitzers auch weder auf Kühlschrank, Fernseher und Audioanlage verzichten müssen, drängt sich Horbury das Fahren im ACC ein "simpler" Vergleich auf. "Mit diesem Volvo zu reisen, ist wie First Class zu fliegen."