Yamaha XP 500 Tmax: "Zweirad der Begierde" - DER SPIEGEL
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Yamaha XP 500 Tmax "Zweirad der Begierde"

Da haben sich die Japaner mal wieder was vorgenommen. Yamahas 160 Stundenkilometer schnelles Zweirad XP 500 Tmax soll eine "völlig neue Fahrzeugkategorie der Super-Roller" begründen.
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Das Gefährt wird, so hoffen zumindest die Japaner, einen Imagewandel der Roller einläuten: "Weg vom reinen Transportmittel, hin zum Zweirad der Begierde", frohlockt Yamaha.

Die Begierden, die der XP 500 Tmax stillt, sind allerdings jene, die auf diesem Markt erwartbar sind: hohe Leistung, hohe Geschwindigkeit, hoher Komfort. Wer gehofft hatte, Yamaha werde nun auch in Sachen Umweltschutz (beispielsweise Katalysator) oder Sicherheit (ABS) aktiv, der wird enttäuscht.

Dafür bieten die Japaner ein Gefährt, das "der erste Serien-Roller sein dürfte, der eine Spitzengeschwindigkeit von etwa 160 km/h erreicht." Na also, immerhin kann man so den Nörglern wenigstens flott entkommen. Das Konzept des neuen "Super-Scooters" ist schlicht: Die Bequemlichkeit eines Rollers wurde mit der Technik eines Motorrades so weit wie möglich gepaart.

Das Resultat ist ein Zweirad, das aussieht wie ein Roller und auch den Komfort eines Rollers bietet ­ zum Beispiel mit zwei großen, bequemen Sitzen oder dem Automatikgetriebe ­, das aber auch motorradmäßig zur Sache gehen kann. Verantwortlich dafür ist vor allem der wassergekühlte Zweizylindermotor mit 500 Kubikzentimeter Hubraum, der 40 PS (29,4 kW) leistet. Das ist ausreichend Kraft, um den Tmax in 7,8 Sekunden aus dem Stand auf 100 km/h zu beschleunigen. Mit einem voraussichtlichen Preis von 16.000 Mark dürfte er einer der teuersten Serien-Scooter aller Zeiten werden.

Auch rund um das Triebwerk kommt Motorradtechnik zum Einsatz. Zum Beispiel eine neue Rahmenkonstruktion für mehr Steifigkeit, ein Auspuff-Schalldämpfer im Superbike-Stil, Scheibenbremsen an Vorder- und Hinterrad, eine Teleskopgabel mit 12 Zentimeter Federweg vorne, eine Zweiarm-Aluminium-Schwinge für das Hinterrad, ebenfalls mit 12 Zentimeter Federweg. Die Hinterradschwinge wird von einem waagerecht liegenden Federbein, das unter dem Motor sitzt, abgestützt.

So bleibt der Schwerpunkt niedrig und außerdem schafft diese Anordnung Platz für das Gepäckabteil unter den beiden Sitzen. 32 Liter fasst das Staufach, das übrigens wie ein Autokofferraum von innen beleuchtet ist. Außerdem gibt es hier gegen Aufpreis eine Extraablage, in der sich ein Mobiltelefon während der Fahrt verstauen und aufladen lässt. Ein zweites, deutlich kleineres Staufach befindet sich unterhalb des Cockpits vor dem Fahrerplatz.