Abgefahren Schrott-Bot weist den Weg
Schrott-Bot: Osteuropäische Variante des Transformers
Foto: STRINGER/RUSSIA/ REUTERSEine Bus-Kabine als Kopf und zwei Lkw-Kabinen als Hände, der Rest besteht aus bunt lackiertem Altmetall - dieser haushohe Auto- und Industrieschrott-Bot sieht aus wie die sowjetische Variante eines Transformers. Leider kann er sich weder selbsttätig in ein Auto verwandeln noch kämpft er gegen böse Decepticons.
Er steht einfach bloß da, denn tatsächlich ist er eher ein moderner Bruder des Koloss von Rhodos. Der war in erster Linie ein Wegweiser und zeigte in der Antike Seefahrern die Einfahrt in den Hafen. Mit dem gutmütig wirkenden Auto-Bot lotst die ukrainische Logistikfirma TIS ihre Kunden zu einem Containerterminal, das in einem abgelegenen Areal außerhalb der Stadt Yuzhny liegt, etwa 40 Kilometer südlich des Hafens von Odessa.
In der Pressemitteilung zum Auto-Bot heißt es: "TIS freut sich, ankündigen zu können, einen der ersten riesigen humanoiden Kampfroboter in ihrer Sicherheitsabteilung zu beschäftigen, das Modell TIS-1CB". Der Verweis auf riesige humanoide Kampfroboter ist übrigens ein Insider-Witz aus dem benachbarten Russland.
Dessen damaliger Präsident Wladimir Putin war 2006 bei einem Interview scherzhaft gefragt worden, wann Russland denn endlich riesige, menschenähnliche Kampfroboter für den Grenzschutz einsetzen würde. Er erwiderte damals, in den südlichen Teilen des Landes seien bereits welche stationiert.