iPhone-Apps: Helferlein für Autofahrer - DER SPIEGEL
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iPhone-Apps Helferlein für Autofahrer

Sind die Kinder auf der Fahrt in den Urlaub mal wieder ungeduldig? Oder wollen Sie wissen, wie viel Sprit Ihr Auto tatsächlich verbraucht? Kleine Programme auf dem iPhone können helfen. Aber was taugen sie wirklich?
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Kennst Du Autos?

Kennst du Autos?

Kennst du Autos?

Foto: SPIEGEL ONLINE

Beschreibung: Hierbei handelt es sich um ein Spiel speziell für Kinder. Bis zu zwei Teilnehmer treten in diesem Quiz rund um das Auto gegeneinander an. Die Aufmachung ist zwar recht simpel, aber durchaus kindgerecht gestaltet.

Die Fragen haben es zum Teil in sich. Sicher wissen einige junge Autofans durchaus, dass es sich bei einer Corvette von Chevrolet um einen Sportwagen handelt, die Frage lautet jedoch: "Was versteht man unter einer Corvette?" Als Antwortmöglichkeiten bietet das Programm ein Kriegsschiff (richtige Antwort), Musikinstrument, eine Tanzfigur oder etwas Knuspriges. Geht man nach den Ergebnissen der aktuellen Pisa-Studie, dürften wohl auch einige angehende Abiturienten Schwierigkeiten haben, die Frage korrekt zu beantworten.

Hat sich der kleine Spieler für eine Möglichkeit entschieden, tippt er einfach auf die Antwort. Neben der Auflösung gibt es dann auch noch einige Zusatzinformtionen. Das kleine Spiel enthält 100 Fragen, die allerdings nicht immer brandaktuell sind. Das könnte mit künftigen Updates ausgebessert werden, außerdem sind dann weitere Fragen geplant.

Preis: 0,79 Cent

Fazit: Kennst Du Autos? ist ein unterhaltsames und vor allem informatives Spiel für Kinder und eignet sich besonders bei etwas längeren Fahrten, um den Nachwuchs bei Laune zu halten. Besonders oft dürfte das jedoch nicht funktionieren, weil der Fragenkatalog recht dürftig ausfällt. Eine Erweiterung wäre sinnvoll.

Sternhelfer

Sternhelfer

Sternhelfer

Foto: SPIEGEL ONLINE

Beschreibung: Der Sternhelfer ist ein Programm der Mercedes-Benz-Bank, eignet sich aber nicht nur für Fahrer der Stuttgarter Marke.

Wer als Verkehrsteilnehmer in einen Unfall verwickelt ist, hat einige Dinge zu beachten. Vor allem wenn die Schäden am Fahrzeug nur gering sind und keine Personen verletzt wurden, hilft die App. Es informiert etwa darüber, wie eine Unfallstelle ordnungsgemäß abzusichern ist und hilft bei der Erstellung des Schadenprotokolls.

Auf den ersten Blick erscheint auch die integrierte Erste-Hilfe-Anleitung praktisch. Doch in einer Notfallsituation stehen alle Beteiligten enorm unter Stress. Muss man erst nachsehen, wie ein Verletzter in die stabile Seitenlage gebracht wird, vergeht kostbare Zeit.

Praktischer sind da Bestandteile wie der GPS-gestützte Parkplatzfinder, der einem den Weg zum abgestellten Auto weist oder eine Parkuhr. Der Nutzer erhält dann zehn Minuten vor Ablauf einen Hinweis. Ähnliche Apps gibt es auch zum Beispiel auch von VW und zahlreichen Kfz-Versicherungen.

Preis: Gratis

Fazit: Keine Frage, ist man in ein Unfall verwickelt, bedeutet das Stress für alle Beteiligten. Der Sternhelfer und ähnliche Programme erleichtern vor allem die bürokratische Abwicklung ein wenig. Und eine Auffrischung des Erste-Hilfe-Wissens schadet meist auch nie. Allerdings sollte man dazu lieber einen entsprechenden Kurs belegen.

iMoto App

iMoto Intercom

iMoto Intercom

Foto: SPIEGEL ONLINE

Beschreibung: iMoto richtet sich in erster Linie an Motorradfahrer. Damit können sich zwei Biker während der Fahrt über Funk unterhalten. Diese Funktion können zwar auch spezielle Geräte übernehmen, doch die kosten je nach Ausstattung zwischen rund 30 und mehreren hundert Euro. iMoto bietet da eine günstige Alternative. Das Programm stellt via Bluetooth den Kontakt zwischen zwei iPhones her, auf denen die App installiert ist. Über die von Apple beigepackten Kopfhörer mit integriertem Mikrofon können sich die Beiden unterhalten.

Die Einrichtung der Funkverbindung erfordert etwas Geduld bis sich die Geräte gekoppelt haben. Dann aktiviert man über einen frei wählbaren Code die Verbindung. Allerdings sollte man das Mikrofon windgeschützt in der Nähe des Mundes fixieren, weil unangenehme Fahrgeräusche überträgt, wenn es dem Fahrtwind ausgesetzt ist.

Preis: 1,59 Euro pro Gerät

Fazit: Durchaus praktisch bei kurzen Touren. Bei längeren Fahrten jedoch könnte die Akkulaufzeit zum Problem werden. Die Reichweite ist absolut ok - sollte die Verbindung trotzdem abbrechen, stellt iMoto diese automatisch wieder her. Allerdings ist die optimale Befestigung des Mikros ziemlich fummelig.

Best Biking Roads

Best Biking Roads

Best Biking Roads

Foto: SPIEGEL ONLINE

Beschreibung: Ebenfalls vernehmlich für Motorradfahrer ist Best Biking Roads. Zwar ist sinnloses Herumgurken in Zeiten des Klimawandels auch mit dem motorisierten Zweirad nicht mehr en vogue, aber man kann ja wenigstens für die notwendigen Fahrten schönere Strecken wählen als die Autobahn. Best Biking Roads nutzt das integrierte GPS-Modul und zeigt auf dem Gerät Routen aus der Umgebung oder für eine bestimmte Region an.

Das Programm beschränkt sich allerdings auf die Zulieferungen von Nutzern, die die vorgeschlagenen Strecken selbst auf einen Server des Betreibers laden. Doch davon gibt es in Deutschland leider zu wenig. Zwar ist das Prinzip des User-generated-Content lobenswert, doch die Routen zum Beispiel im Raum Hamburg sind nicht berauschend - weder die Anzahl, noch die vorgeschlagene Strecke.

Preis: 2,99 Euro

Fazit: Im bisherigen Umfang ist das Programm enttäuschend und vor allem zu teuer. Gäbe es zu diesem Preis einen festen Bestand an Routen, der von den Nutzer weiter ergänzt werden könnte, wäre es ein ideales Werkzeug zur Streckenplanung.

1000 Automobile

1000 Automobile

1000 Automobile

Foto: SPIEGEL ONLINE

Beschreibung: Wer Informationen über klassische Automobile sucht, wird hier fündig. Insgesamt 1000 Wagen aus der Zeit von 1886 bis 1975 umfasst die Datenbank, enthält ein Bild und eine kurze Beschreibung des gesuchten Modells.

Die Sammlung ist zwar umfangreich, doch die Lücken sind groß - und keineswegs immer redaktionell begründbar. So haben die Entwickler etwa den Citroën Typ A, das erste Auto der Franzosen und die umstrittene Ford-Marke Edsel ignoriert.

Sei's drum, die gebotenen Details sind recht genau und vielseitig. Selbstverständlich sind relevante Leistungdaten ebenso enthalten wie einige Hintergrundinformationen. Außerdem kann sich der Nutzer eine Art Favoriten- oder Auswahlliste anlegen, die das Ganze etwas übersichtlicher gestalten.

Preis: 4,99 Euro

Fazit: Perfekt für das Expertengespräch am Stammtisch oder den schnellen Überblick. Praktisch ist auch die Möglichkeit die Modelle nach Epochen auszuwählen. Doch man sollte nicht zu viel erwarten: Eine Kaufberatung für Oldtimer bietet die App in keiner Weise.

Augmented Driving

Augmented Drivung

Augmented Drivung

Foto: imaGinyze

Beschreibung: Mit dieser Software überwacht das iPhone mit der integrierten Kamera die Straße und die anderen Verkehrsteilnehmer. Fährt man zu dicht auf ein anderes Auto auf, ertönt ein Warnsignal. Nach den Vorstellungen der Entwickler montiert der der Fahrer das iPhone dafür in der Nähe des Rückspiegels, so dass er das Display im Blick hat.

Darüber hinaus zeigt die App zum Beispiel auch die aktuelle Geschwindigkeit und Fahrtrichtung an und alarmiert den Fahrer, wenn er zu schnell unterwegs ist.

Preis: 2,39 Euro

Fazit: Selbstverständlich sollte man sich im Straßenverkehr niemals auf die Funktionen des Programms verlassen, darauf weist auch der Hersteller hin. Vielmehr ist Augmented Driving eine Demonstration dessen, was theoretisch mit dem iPhone möglich ist. Und das ist in der Tat beeindruckend. Nervig ist allerdings der minutenlange Kalibrierungsprozess.

Road Trip

Road Trip

Road Trip

Foto: SPIEGEL ONLINE

Beschreibung: Mit Road Trip haben Sie die Betriebskosten Ihres Fahrzeugs im Überblick. Man gibt einfach die getankte Sprit-Menge, den Preis pro Liter so wie den Kilometerstand ein, das Programm stellt dann den Durchschnittsverbrauch grafisch dar.

Auch Kosten für Wartung, Reparaturen und Betriebsstoffe lassen sich erfassen und auswerten. Aus allen Daten ermittelt Road Trip dann etwa die Kosten pro Kilometer. Praktisch ist auch die Hochrechnung für das jeweils laufende Jahr. Außerdem markiert die App auf Wunsch via GPS den Ort der Tankstellen auf einer Karte.

Preis: 3,99 Euro

Fazit: Zwar ist die Software im Vergleich zu ähnlichen Programmen recht teuer, doch der Funktionsumfang ist beachtlich. So kann der Anwender die Kosten für beliebig viele Fahrzeuge erfassen. Außerdem ist die Statistik detailliert und informativ. Allerdings ist Disziplin bei der Kostenerfassung erforderlich, um eine lückenlose Dokumentation zu erhalten.

Car DB

Car DB

Car DB

Foto: SPIEGEL ONLINE

Beschreibung: Mehr als 60 Marken und mehrere tausend Autotypen umfasst die App Car DB. Sie bietet Informationen über technische Daten, Preise und Ausstattungsdetails von Neuwagen und älteren Modellen.

Zwar setzt Car DB eine Internetverbindung zum Abrufen der Daten voraus, doch das bedeutet auch, dass auf dem Gerät nur wenig Speicherplatz gebraucht wird.

Preis: 1,59 Euro

Fazit: Die App ist der Informationshammer. Allerdings könnten die Daten etwas übersichtlicher präsentiert werden, denn unter BMW X3 werden mehr als hundert Typen gelistet. Da ein aktuelles Modell zu finden ist nicht leicht. Hier wäre eine Anzeige des Modelljahres sinnvoll.

Für das Benzingespräch in der Kneipe oder als Vorbereitung für einen Auftritt bei "Wetten, dass..?" ist die Software ideal. Als Grundlage für den Kauf eines Autos ist sie eher nicht zu gebrauchen, weil etwa die Möglichkeit fehlt, Modelle miteinander zu vergleichen.

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