VW-Bus-Party Die Bulli-Parade
Hannover - Wenige Autos haben eine so treue Anhängerschaft wie der VW-Bulli. Der Kleinbus mobilisierte Generationen von Handwerkern, Urlaubern und Hippies. Die Firma Volkswagen ignorierte den Bulli-Kult indes lange Zeit - und startete nun, wie zur Versöhnung, eine große Party zum 60-jährigen Jubiläum.
Drei Tage dauert die Veranstaltung auf dem Messegelände in Hannover, mehr als 3500 historische VW-Transporter aus 21 Ländern werden gezeigt. Live-Konzerte geben unter anderem der deutsche Rocksänger Sasha und die Braunschweiger Band Sweety Glitter and the Sweethearts.
Ein Konzert der britischen Rockband The Who knüpft an die Hippie-Bewegung an, in der der VW-Kleinbus eine tragende Rolle spielte. Die überlebenden Bandmitglieder spielen heute Abend exklusiv auf dem Messegelände. Barbara Schöneberger moderiert das Show-Programm. VW erwartet mehr als 30.000 Besucher zu dem Fest.
Im Jahr 1947 waren im VW-Stammwerk in Wolfsburg die ersten Überlegungen für die als Kreuzung zwischen Bus und Lieferwagen gedachte Fahrzeugform gestartet, die später liebevoll Bulli genannt wurde. 1950 verließ der erste VW-Bus das Band.
Bekannt und berühmt wurde der Wagen, weil er zunächst in Deutschland das Wirtschaftswunder mit ins Rollen brachte - und zwar als Transportvehikel für Bahn und Post ebenso wie für Tausende von Spediteuren, Handwerkern oder Großhändlern. Außerdem trat das Auto auch - mit Seitenfenstern - als Kleinbus in Aktion.
Seinen internationalen Durchbruch erlebte der Bulli in der Hippie-Ära - zunächst in Kalifornien. Der Summer of Love spielte sich häufig in ebenso phantasievoll wie farbenfroh bemalten Bullis ab. Bands gingen mit dem Kleinbus auf Tournee, Fans reisten in den gleichen Wagen ihren Idolen hinterher.
ssu/AP/dpa