Abgas-Feldversuch: Diesel-Schmutzfinken entlarvt - DER SPIEGEL
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Abgas-Feldversuch Diesel-Schmutzfinken entlarvt

Viele Autos auf unseren Straßen erfüllen nicht die Abgasnormen. Das zeigt erneut eine von Umweltbundesamt und ADAC regelmäßig durchgeführte Feldüberwachung, bei der diesmal acht Dieselautos von sechs Herstellern untersucht wurden.
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Ziel dieser seit 14 Jahren als Forschungsprojekt laufende Untersuchung ist es, zu prüfen, ob die Abgasgrenzwerte auch von solchen Fahrzeugen noch eingehalten werden, die schon einige Tausend Kilometer auf dem Tacho haben.

Beim Mercedes A 170 CDI, dem C 200 CDI (beide Baujahr 98), beim Opel Astra G Caravan TDI und beim Ford Focus 1,8 TD (beide Baujahr 99) war das Ergebnis nach Meinung der Tester keineswegs zufrieden stellend. Mit einer Laufleistung zwischen 20.500 und 62 .100 Kilometer überschritten sie jeweils im Mittel die D3-Grenzwerte für Kohlenmonoxid um 25 bis 38 Prozent und den Wert aus der Summe von Kohlenwasserstoffen und Stickoxiden um drei bis 38 Prozent.

Im Gegensatz dazu gab es beim Renault Mégane, beim Passat Variant und beim BMW 320 d keine oder vernachlässigbare Beanstandungen. Der VW Golf TDI schaffte die geforderten Werte nach einer kleineren Reparatur.

Die Hersteller der beanstandeten Modelle reagierten unterschiedlich. Ford wies auf den neuen schwefelarmen Dieselkraftstoff hin und darauf, dass sich die vergifteten Kats, die Ursache für die Grenzwertüberschreitungen, nach spätestens drei Jahren wieder erholen würden. Schneller ginge es allerdings, wenn man den Motor durch flotte Fahrweise wieder "frei" fährt. Auch bei Mercedes setzt man auf "Freifahren" - Keine besonders umweltfreundliche Lösung.

Opel rückt dem Problem beim Astra seit Sommer 2001 durch einen verbesserten Luftmassenmesser zu Leibe. Bringt ein Kunde einen älteren Wagen zur Inspektion, wird dieses Teil überprüft und kostenlos ausgetauscht.