ADAC-Helikopter 170 Einsätze täglich
In den 32 Jahren, die das deutsche Luftrettungsnetz besteht, summieren sich die Einsätze inzwischen auf über eine Million. Meist werden die fliegenden Ärzte mit ihren Rettungsassistenten zu Unfällen im Straßenverkehr, am Arbeitsplatz oder zu Hause gerufen.
Der ADAC bezeichnet das flächendeckende deutsche Luftrettungsnetz ist "weltweit beispielhaft". An 53 Stützpunkten in Deutschland sind die fliegenden Retter stationiert. Insgesamt sechs Organisationen sind für das Luftrettungsnetz verantwortlich. Die ADAC-Luftrettung GmbH betreibt 20 dieser Stationen, 16 der Katastrophenschutz des Bundesinnenministeriums. Außerdem betreibt die Deutsche Rettungsflugwacht zwölf und die Bundeswehr drei Stützpunkte, die Internationale Flugambulanz und die Firma HDM jeweils einen.
Tipps für den Ernstfall
Der ADAC gibt einige Tipps, die Unfallbeteiligte und Helfer beachten sollten, wenn der Rettungshubschrauber im Anflug ist. Bei der Annäherung des Hubschraubers könne es hilfreich sein, den Piloten durch Schwenken einer Jacke oder durch Winken auf die Unfallstelle aufmerksam zu machen. Allerdings dürfen, so der ADAC, nur professionelle Rettungskräfte den Hubschrauber korrekt einweisen.
Landet der Helikopter, so kann es leicht passieren, dass Gegenstände, Sand und Schotter hoch geschleudert werden. Deswegen sollten Helfer den Landeplatz verlassen, um sich nicht selbst zu gefährden. Verletzte ließen sich laut ADAC am besten mit einer Decke schützen. Steht der Hubschrauber, dann muss noch zwei Minuten ein Sicherheitsabstand eingehalten werden, da die Rotoren sich so lange noch drehen - sonst begeben sich Helfer in Lebensgefahr. Der ADAC weist schließlich darauf hin, dass sich die Rettungskräfte stets bemühen, die Unfallstelle schnellstmöglich wieder freizugeben: "Ungeduld ist darum fehl am Platz und verursacht nur unnötige Verzögerungen".