Aus zweiter Hand: Klein, aber waschecht - DER SPIEGEL
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Aus zweiter Hand Klein, aber waschecht

Seit 1996 produziert Porsche neben dem 911er als zweite Baureihe den Boxster. Mittlerweile ist auch Skeptikern klar, dass die Autokonstrukteure aus Stuttgart-Zuffenhausen mit dem "Kleinen" einen waschechten Porsche auf die Räder gestellt haben.
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Die Fachjournalisten der in Stuttgart erscheinenden Zeitschrift "auto motor und sport" loben klassische Porsche-Tugenden des Sportwagens: "Präzises Handling, kraftvoller Motor und vorzügliche Bremsen". Das Raumangebot des Zweisitzers ist auf nicht allzu groß gewachsene Piloten zugeschnitten. Das Mittelmotorkonzept sorge gleich für zwei Kofferräume - vorn und hinten - mit ordentlichem Stauvolumen. In Sachen Verarbeitung liefere Porsche Topqualität.

Temperament im hohen Drehzahlbereich

Der 150 kW/204 PS starke 2,5-Liter-Motor entfaltet sein größtes Temperament im hohen Drehzahlbereich. 1999 wurde der Hubraum auf 2,7 Liter vergrößert und die Leistung auf 161 kW/220 PS angehoben. Gleichzeitig kam eine S-Version mit 3,2 Litern Hubraum und 184 kW/251 PS ins Programm, die ihr maximales Drehmoment bereits bei 4500 Umdrehungen pro Minute abliefert.

Im Rahmen der Hauptuntersuchungen zeigen sich nach Angaben der der Sachverständigen-Organisation Dekra die dreijährigen Fahrzeuge fast makellos. Es wurden nur halb so viele Mängel wie beim Durchschnitt aller Autos festgestellt. Am häufigsten beanstandet wurden eine unzureichende Wirkung der Feststellbremse und der Fußbremse, abgefahrene Reifen, Mängel am Motor und zu hohe Abgaswerte.

Der Preis ist heiß

Die starke Nachfrage und ein begrenztes Angebot sorgen am Gebrauchtwagenmarkt für hohe Preise. Die Listenpreise sind deshalb den Experten zufolge nicht "wörtlich" zu nehmen. Die sogenannte Schwacke-Liste nennt für ein Modell aus dem Jahr 1996 einen Händlerverkaufspreis von 54 500 Mark. Ein Exemplar aus dem Jahr 1999 koste rund 67 800 Mark.