Blaupunkt und Microsoft Gemeinsam unterwegs
Immerhin zeigt die Kooperation, dass die Großen der Branche ein Geschäft wittern, wenn Autofahrer künftig auch aus ihren Fahrzeugen heraus im Internet hantieren können.
Blaupunkt, eine Bosch-Tochtergesellschaft ist hier zu Lande Marktführer bei Autoradios und Fahrzeug-Navigationssystemen, Microsoft beherrscht den Weltmarkt für PC-Betriebssysteme.
Offenbar haben sich die verantwortlichen Manager beider Unternehmen mit den Szenarios vertraut gemacht, die eine massenhafte Zunahme des Verkehrs in den nächsten Jahren prognostizieren. Treten diese Zustände ein, werden weltweit Millionen Menschen viele Stunden in ihren stehenden Autos verbringen - Zeit, in der Multimedia-Elektronik für Kurzweil sorgen könnte.
Deshalb wollen Blaupunkt und Microsoft eine "für den Einsatz im Kraftfahrzeug geeignete Software-Plattform aufbauen und als Industriestandard etablieren". Unter anderem sollen so Anwendungen wie Digitales Radio, Navigation, E-Mail, Internet, Mobile-Commerce und WAP-Informationsdienste miteinander vernetzt werden können.
Basis für die neue Software, an der Entwickler in Hildesheim und Redmond/USA arbeiten, ist das Programm Windows CE for Automotive, Version 3.0.
In etwa zwei Jahren, so heißt es bei Blaupunkt, sollen erste Produkte marktreif sein. Wie der Auto-PC aussehen könnte, zeigen die Hildesheimer bereits in einer Studie, die das System Vasco (Vehicle Application Specific Computer) vorstellt.
Eine zentrale Stellung bei der Entwicklung der neuen Software nimmt das Thema Sprachsteuerung ein, denn nur wenn die funktioniert, können die schönen neuen Multimedia-Anwendungen auch im fahrenden Auto einfach und sicher genutzt werden.