BMW-PSA-Kooperation Motoren für Millionen
Schon seit Juli 2002 schrauben die beiden Autokonzerne an einer neuen Ottomotoren-Familie. Sie soll ab 2006 Klein- und Mittelklassewagen von Peugeot und Citroën sowie künftige Varianten des Minis antreiben. Die Idee hinter der deutsch-französischen Verbindung sei, "das BMW Prinzip der effizienten Dynamik mit dem PSA-Peugeot-Citroën-Prinzip des günstigsten Verbrauchs" umzusetzen.
Technische Basis der jetzt präsentierten Motoren ist ein Saugmotor mit 1,6 Liter Hubraum, 115 PS (85 kW) Leistung und einem maximalen Drehmoment von 160 Newtonmetern. In der aufgeladenen Version mit Twin-Scroll-Abgasturbolader und Benzin-Direkteinspritzung erreicht das Triebwerk 143 PS (105 kW) und 240 Newtonmeter Drehmoment. Beide Aggregate sind aber erst der Anfang einer künftigen Motorenfamilie mit einem Leistungsspektrum von 75 PS (55 kW) bis 170 PS (125 kW). Produziert werden die neuen Motoren in dem PSA-Werk im französischen Douvrin. Geplant sind täglich bis zu 2500 Stück.
Unterdessen plant PSA Peugeot Citroën, auch die Produktion der mit dem Ford-Konzern entwickelten Diesel-Direkteinspritzer-Motoren auszuweiten. Wegen der großen Nachfrage soll dazu ab 2006 die Kapazität im schwedischen Volvo-Werk Skövde, in dem der 2-Liter-Diesel gefertigt wird, erhöht werden. Ein Jahr später soll auch die Stückzahl der 1,4-Liter- und 1,6-Liter-Selbstzünder, die im britischen Ford-Werk Dagenham vom Band laufen, gesteigert werden. Seit 1998 kooperieren PSA und Ford bei der Entwicklung und Produktion von Common-Rail-Dieselmotoren, von denen sie nach Auskunft beider Unternehmen zwischen 2002 und 2004 vier Millionen Exemplare produzierten.