Fiat Topolino Charmanter Rentner
Das 3,20 Meter lange Wägelchen mit den freistehend auf den farblich abgesetzten Kotflügeln montierten Rundscheinwerfern gilt als Urahn aller Kleinwagen. Ein Mann mit dem klangvollen Namen Dante Giacosa hatte das Auto entworfen. Charakteristisch für das Design des Minimobils war neben den Scheinwerfern der mächtige Kühlergrill in der Form eines Schildes. Technisch war der Wagen ganz auf Zuverlässigkeit ausgelegt.
Als Motor kam ein 569 Kubikzentimeter großer Reihen-Vierzylinder zum Einsatz, der 13 PS (9,8 kW) leistete und das gut 500 Kilo schweren Auto bis zu 90 km/h schnell machte. Gebaut wurde der frontgetriebene italienische Volkswagen ab 1939 im Werk Mirafiori. Auch im Ausland war der Kleine gefragt. In Deutschland wurden beispielsweise auch Cabrio- und Roadster-Varianten mit hinten angeschlagenen Türen ausgeliefert; in Frankreich lief der Fiat 500 unter dem Namen Simca 5 als Lizenzbau von den Produktionsbändern.
Bis 1948 wurden 122.000 Topolino-Exemplare der ersten Generation, die Typen 500 A und 500 B gebaut. Zwischen 1949 und 1955 stellte Fiat weitere 376.000 Exemplare des Typs 500 C her. Dieses Auto unterschied sich allerdings deutlich vom Ur-Topolino: Die Scheinwerfer waren in die Kotflügel verschwunden, die Frontpartie sah weniger fröhlich aus und auch das ehemalige Stummelheck war zugunsten eines größeren Kofferraums neu gestaltet worden. Auch ein zumindest in Norditalien nicht ganz unwichtiges Ausstattungsdetail gab es erstmals im Typ C serienmäßig: die Heizung.