Gespann-Stabilisierung: Kampf dem Schlingerkurs - DER SPIEGEL
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Gespann-Stabilisierung Kampf dem Schlingerkurs

Starker Seitenwind, falsche Beladung, Spurrinnen oder Ausweichmanöver - ein Auto mit einem Anhänger oder Wohnwagen im Schlepp wird in solchen Momenten schnell zum unbeherrschbaren Geschoss. Opel und VW bieten nun Abhilfe.
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Gespannfahrer wissen um die Problematik. Ein Pkw mit Anhänger am Haken ist ein ziemlich labiles Gefährt. Wer nur selten ein Extragewicht im Schlepp hat, ist mit heiklen Fahrsituationen, in denen der Anhang ins Schlingern gerät, schnell überfordert. Das Gespann wird nahezu unkontrollierbar, die Fahrt endet mitunter mit einem Crash.

Verhindern soll solche gefährlichen Situationen künftig ein Anhänger-Stabilitätsprogramm, das Opel für die Modelle Astra und Astra Caravan entwickelt hat. Das System nutzt die Sensorik des ESP und greift ein, sobald es eine Schlingerbewegung des Anhängers erkennt. Dann wird das Zugfahrzeug mittels Gaswegnehmen und Bremseingriff so lange verzögert, bis sich das Gespann wieder stabilisiert. Nach der dritten größeren Pendelbewegung erfolgt darüber hinaus ein so genannter Bremsschlag, der auch bei speziellen Sicherheitstrainings für Gespannfahrer gelehrt und geübt wird.

Je nach Geschwindigkeit, Pendelbewegung und -frequenz reagiert das Anhänger-ESP unterschiedlich, damit zum Beispiel leichte Schlingerbewegungen auf der Autobahn nicht unnötigerweise zu plötzlichem starkem Abbremsen führen. Opel berechnet für das Anhänger-Stabilitätsprogramm in Verbindung mit einer abnehmbaren Anhängerkupplung insgesamt 635 Euro.