Hyundai ESP: Billige Technik, glänzende Geschäfte - DER SPIEGEL
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Hyundai ESP Billige Technik, glänzende Geschäfte

Nicht wundern, wenn demnächst viele Hyundai- und Kia-Modelle mit dem elektronischen Stabilitätsprogramm angeboten werden. Der koreanische Zulieferer Hyundai Mobis hat - basierend auf einer technischen Kooperation mit Bosch - ein eigenes ESP entwickelt.
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Vorteil der koreanischen Schleuderbremse sei, so Hyundai, dass das System wegen der niedrigen Löhne in Korea deutlich preiswerter als die importierten ESP-Systeme angeboten werden könne. Schon im kommenden Monat werde das Mittelklassemodell Hyundai Sonata als erstes Fahrzeug mit dem neuen System auf den heimischen Markt kommen. Bisher war nur das Oberklassen-Modell Hyundais Equus 450 mit ESP ausgerüstet.

Die Kapazität für das billige ESP-System sei auf eine Jahresproduktion von eine Million Einheiten ausgelegt. Deshalb könnten künftig auch die meisten anderen Hyundai-Modelle, ebenso wie die der Schwestermarke Kia, mit ESP auf allen internationalen Märkten angeboten werden. Besonders in Europa und speziell in Deutschland ist die Nachfrage nach dem elektronischen Spurstabilisator groß und wird damit die koreanischen Umsätze weiter ankurbeln.

"Ein glänzendes Geschäft" hat unterdessen nach eigenen Worten auch DaimlerChrysler mit dem Verkauf seiner Hyundai-Beteiligung gemacht. Für rund 900 Millionen Dollar ging der 10,5-prozentige Anteil an Koreas führendem Autohersteller an einen bislang noch geheim gehaltenen Investor. Für die in 2000 und 2001 erworbenen Anteile mussten die Stuttgarter seinerzeit nur 484 Millionen Dollar bezahlen.

Den Rückzug erklärt DaimlerChrysler damit, dass "wegen des starken Widerstandes der koreanischen Gewerkschaften nach mehr als einjähriger bewusster Verzögerung" das geplante Nutzfahrzeug-Joint-Venture nicht zu Stande kam. Auch der Streit um ein zusätzliches Joint Venture mit dem chinesischen Hersteller Beijing Automotive habe das politische Geschäftsklima zwischen den beiden Autoherstellern stark belastet. Trotz dieser Spannungen wollen die Schwaben aber die bereits laufenden gemeinsamen Projekte wie die Entwicklung eines neuen Vierzylinder-Motors fortführen.

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