Multimedia-Renaults: Showmaster an Bord - DER SPIEGEL
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Multimedia-Renaults Showmaster an Bord

Der Verkehr wird dicker, die Staus länger. Gegen die Langeweile hilft Multimedia. Was anfangs nur in der Oberklasse zu haben war, wird inzwischen auch in den kleineren Modellen bezahlbar. Renault stattet seinen Familien-Freizeit-Frachter Kangoo mit dem Showmaster aus.
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Die Multimedia-Konsole mit DVD-, CD- und MP3-Abspielgerät, sowie einem Breitbild-Farbmonitor und Staufach für die Bild- und Tondatenträger ist für rund 2000 Euro zu haben und steckt in der großen Ablagegalerie über den Vordersitzen.

Dank der erhöhten Konsolenposition können so (nicht nur) die lieben Kleinen auf der Rücksitzbank während der Fahrt Filme sehen, mit Videospielen herumdaddeln oder Musik in Konzertsaalqualität genießen. Die Energieversorgungsleitung verläuft unsichtbar hinter dem Dachholm zur Bordelektrik. Weitere Installationen sind nicht notwendig.

Der Betrieb läuft über Funk-Kopfhörer und Infrarot-Fernbedienung, die den Fahrer dabei nicht stören sollen. Doch auch der kann in den multimedialen Genuss kommen. Denn selbst durch die geöffnete Heckklappe oder seitliche Schiebetür soll der 7-Zoll-Bildschirm mühelos einzusehen sein. Und weil die kabellosen Kopfhörer, deren Reichweite fünf Meter beträgt, in beliebiger Anzahl erhältlich und gleichzeitig einsetzbar sind, kann sich bei einer Rast oder am Urlaubsort die gesamte Kangoo-Besatzung wie im heimischen Wohnzimmer fühlen.

Mehr was für den mobilen Geschäftsmann ist der Concept-Van Dataspace. Mit der Technologie-Studie auf Basis des Transporters Trafic will Renault zeigen, welches Potenzial On-Board-Kommunikation und -Unterhaltung in der Automobilbranche haben.

Das Cockpit des Konzeptfahrzeugs ist vom Passagierabteil durch eine spezielle Verglasung getrennt, die per Knopfdruck undurchsichtig und so zur Projektionsfläche für Informationen aller Art wird. Die Passagiere können sich auf diesem Bildschirm beispielsweise über das Navigationssystems Fahrstrecke und voraussichtliche Ankunftszeit oder Hotel und Restaurant am Zielort anzeigen lassen.

Mit der so genannten Bluetooth-Technologie zur drahtlosen Datenübertragung können die Insassen die Bordtechnik aber auch für ihre eigenen mobilen Geräte nutzen. Das Fahrzeug verfügt über die entsprechenden Schnittstellen, so dass es möglich ist, E-Mails zu lesen und zu schreiben, Präsentationen vorzubereiten bzw. durchzuführen, die Tagesplanung einzusehen oder an Bord erhaltene Informationen (Hotels, Restaurants, Sehenswürdigkeiten, usw.) herunterzuladen.

Für Unterhaltung der Passagiere an Bord des Trafic Dataspace sorgen Filme und Musik per DVD oder Digitalfernsehen mit DVB (Digital Video Broadcasting). Der Ton wird über extraflache Lautsprecherboxen in Form von Glasplatten abgegeben, die an dünnen Seilen hängen.

Das Fahrzeug ist außerdem über GPS und GSM mit einer Kundenplattform verbunden - damit hat der Fahrer Zugriff auf seine Tagesplanung, die auf dem Bildschirm (Format 16:9) am Armaturenbrett angezeigt wird. Darüber hinaus gibt es ein Telefon mit integrierter Freisprecheinrichtung und Hörer in den Kopfstützen.

Auch die Sicherheit profitiert von der modernen Technologie: Beim Anlassen wird der allgemeine Zustand des Fahrzeugs (Reifendruck, Flüssigkeitsstände, Batteriespannung, usw.) automatisch überprüft und auf dem Multifunktionsbildschirm angezeigt. Warnmeldungen oder Hinweise, die sofortige Aufmerksamkeit erfordern, übermittelt das System per Sprachausgabe. Informationen zum Fahrzeugzustand, seine Position sowie ungewöhnliche Vorfälle jeglicher Art (Panne, Wartungsalarm, Einbruchs-/Diebstahlalarm) gehen direkt über die Ferndiagnose an die Kundenplattform.